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Messe zum Mitmachen: Im November 2014 tüftelten die Besucher eifrig an den vorgestellten Produkten.

Technologie- und Bastler-Messe

Messe „Make Munich“: Der Spielplatz für Macher

München - Bei der Technologie- und Bastler-Messe „Make Munich“ können Besucher am Wochenende tüfteln und experimentieren. Was die Interessierten erwartet: 

3D-Drucker spucken mittlerweile so ziemlich alle nur vorstellbaren Produkte aus – Häuser, Essen, Prothesen, sogar künstliches Hautgewebe. Kein Wunder, dass manche der Ansicht sind, die neue Technologie werde eine dritte industrielle Revolution einläuten. Aber wie funktionieren 3D-Drucker eigentlich? Und wie sehen sie aus? All das können Interessierte auf der „Make Munich“ nicht nur erfahren, sondern auch ausprobieren – zum Beispiel indem sie ihren eigenen Schmuck 3D-drucken.

Die Messe, die am Wochenende, 16. und 17. Januar, im Zenith stattfindet, spannt einen Bogen vom klassischen Do-It-Yourself hin zu digitalen Technologien. Genau diese Verbindung zeichnet die sogenannten Maker aus: Die digitalen Bastler verschmelzen Hightech und Handwerk, sie tüfteln an selbstprogrammierten Robotern oder entwerfen und 3D-drucken eigene Gegenstände. Dass all das weder besonders kompliziert noch teuer ist, will die „Make Munich“ den Messebesuchern vermitteln und bietet ihnen deshalb eine Art Spielplatz zum Bauen, Erfinden, Experimentieren und Lernen.

In 50 Kursen können die Besucher beispielsweise eine textile Solaranlage basteln, aus alten Buchseiten Origami-Blumen falten, Apps programmieren, eine Pflanzenkläranlage bauen und aus 3D-gedruckten Einzelteilen eine Designerlampe zusammensetzen. Komplettiert wird das Programm durch insgesamt 40 Vorträge von teils bekannten Protagonisten der Szene: Bruce Sterling, Gründer des legendären Popkultur-Festivals „South by Southwest“, spricht über die Zukunft der Maker-Bewegung, Selftracking-Pionier Florian Schumacher erklärt, wie und wieso er mit Smartwatches und anderen Accessoires permanent persönliche Daten und Gesundheitswerte von sich sammelt und Kay Rathschlag vom Startup „Wearable Life Science“ berichet über intelligente Fitnesskleidung, die die Muskelkontraktionen beim Sport durch eingebaute Elektroden verstärkt. Auch die Stände der 108 Aussteller sind interaktiv angelegt: Alle Startups und Technologieunternehmen böten Mitmach-Aktionen und Tests an, sagte Veranstalterin Jenny Ludwig bei einer Pressekonferenz am Dienstag. „Kein Besucher soll die Messe verlassen, ohne selbst Hand angelegt zu haben.“

Wie schon bei der letzten Messe im November 2014 setzen die Veranstalter auch dieses Jahr Themenschwerpunkte: Dazu zählt zum Beispiel der Bereich Green Maker, wo Projekte vorgestellt werden, die sich um Nachhaltigkeit und Umweltschutz drehen. Präsentiert wird hier unter anderem eine Computermaus, die zu 70 Prozent aus fair gehandelten Rohstoffen hergestellt wird. In der Sektion Electronic Innovators zeigen fünf Gründer ihren Rechner „Bayduino“, eine Art Baukastensystem zum Experimentieren, mit dem Schüler die Grundlagen moderner Technik verstehen sollen. 3D-gedruckte Sonnenbrillen anprobieren können Besucher in der Fashtech-Area, in der Innovationen aus den Bereichen Mode und Technik vorgestellt werden. Maker Mark Königer hatte genug von den oft sehr teuren Markensonnenbrillen, die in China im großem Maßstab und extrem billig aus Spritzguss produziert werden. Die aus biokompatiblem Kunststoff gedruckten Brillen seiner Firma „Youconic Eyewear“ sind nicht nur leicht und biegsam, sondern werden auch in Deutschland produziert und sind noch dazu nach individuellen Wünschen gestaltbar.

Auch der Spaßfaktor kommt auf der Messe nicht zu kurz: An beiden Tagen treten Roboter in Fußballturnieren gegeneinander an. Am Samstagabend von 19 bis 22 Uhr steht außerdem ein Hebocon auf dem Programm, eine Art Sumokampf für Roboter.

Die Messe ist am Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet 13 Euro, ermäßigt 5 Euro. Ein Wochenendticket ist für 23 Euro erhältlich, ein Familienticket für zwei Erwachsene und zwei Kinder/Jugendliche für 25 Euro.

Katharina Mutz

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