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In München haben wieder Betrüger versucht, per Telefon ihre Opfer übers Ohr zu hauen. Die neue Masche ist besonders dreist.

Sie wollen ins Online-Banking

Betrüger geben sich als BKA-Beamte aus

München - Telefonbetrüger setzen auf eine neue miese Masche, um Bürger am Telefon abzuzocken. Die Polizei warnt ausdrücklich vor Anrufern, die sich als angebliche BKA-Beamte ausgeben.

Betrüger haben wieder einmal probiert, gutgläubige Menschen am Telefon abzuzocken. Ihre Masche diesmal: Sie gaben sich als Beamte des Bundeskriminalamts aus - und wollten die Zugangsdaten zum Online-Banking. Das meldet die Polizei:

Im Zeitraum Montag, 01.06.2015, 22.25 Uhr, bis Donnerstag, 04.06.2015, 14.30 Uhr, gingen bei bislang drei Geschädigten Anrufe von einem angeblichen Polizeibeamten ein. Kurz nach diesem Anruf meldete sich dann ein angeblicher BKA-Beamter und gab vor, eine Einbrecherbande zu überwachen. Diese Bande hätte gerade Kontakt mit dem Geschädigten aufgenommen und ein Mitglied hätte sich als Polizeibeamter ausgegeben.

Der Betrüger baute über Tage hinweg Vertrauen auf

In den folgenden Tagen baute der „BKA-Beamte“ Vertrauen zu den Geschädigten auf, indem er telefonisch angebliche Ermittlungsergebnisse präsentierte. Darunter auch den angeblichen Mitschnitt einer Telefonüberwachung. Auf dieser hörte der Geschädigte, wie sich zwei Personen verabreden, ihn um 100.000 Euro zu betrügen. Der „BKA-Beamte“ fragt den Geschädigten dann gezielt nach seinen Konten und gab an, die Konten zur Sicherheit überwachen zu lassen. Hierzu sei es notwendig, „Online Banking“ zu beantragen, soweit dieses noch nicht besteht.

Nachdem der „BKA-Beamte“ die Geschädigten aufforderte ihm die Zugangsdaten zum „Online Banking“ zu übermitteln, erkannten diese den Betrugsversuch und brachen den Kontakt ab. Die Täter gaben jedoch nicht auf, kundschafteten die Rufnummern von Nachbarn aus, riefen bei diesen ebenfalls als „BKA-Beamte“ an und täuschten Sorge um die vormals potentiellen Geschädigten vor. 

Besonders dreist: Betrüger täuschten Telefonnummer des BKA vor

Die Geschädigten glaubten daraufhin, dass es sich eventuell doch um einen Beamten des Bundeskriminalamtes handelte. Um die Glaubwürdigkeit zu unterstreichen wurde mittels „Call ID Spoofing“ die Rufnummer des Bundeskriminalamtes vorgetäuscht. Gleichzeitig wurden die Geschädigten aufgefordert, die Rufnummer über eine Internetsuchmaschine zu überprüfen.

Für künftige Rückfragen gab der „BKA-Beamte“ nun die Rufnummer seines Diensthandys heraus, damit sich die Geschädigten nicht immer durch Vermittlung durchstellen lassen müssen. Die Betrugsversuche wurden in allen Fällen von den Geschädigten erkannt.

Die Geschädigten erkannten den Betrug rechtzeitig

Ein Schaden entstand nicht. Die Vorgehensweise weicht von dem bisherigen (Call-CenterBetrug) dahingehend ab, dass nun versucht wird mittels „Online Banking“ direkt auf das Konto der Geschädigten zuzugreifen. Der Schaden bei der neuen Masche dürfte im Erfolgsfall um ein vielfaches höher sein, als bei der herkömmlichen Vorgehensweise.

Der Hinweis der Münchner Polizei:

Das Fachkommissariat rät in diesem Zusammenhang bei unseriös erscheinenden Anrufen sofort aufzulegen, keinesfalls persönliche oder Kontodaten telefonisch weiterzugeben und keine Vorauszahlungen auf versprochene Gewinne oder angeblich bestehende Forderungen zu leisten.

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