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Psychologische Wirkung sollen die Anzeigen entfalten und die Autofahrer zum langsameren Fahren bewegen. 

Versuch in München

Tempo-Tafeln sollen Autofahrer einbremsen

Tempo-Anzeigen als Präventivmaßnahme gegen Raser? Das KVR möchte das nun in München ausprobieren und wünscht sich einen zweijährigen Test. Der Stadtrat hatte solche Anzeigen bisher abgelehnt.

München - Die Stadt denkt beim Einsatz sogenannter Dialog-Displays offenbar um. Gemeint sind externe Geschwindigkeitsanzeigetafeln – gern auch als „Speeddisplays“ bezeichnet – die als Präventivmaßnahme gegen Tempo-Sünder im Straßenverkehr zum Einsatz kommen. Dadurch sollen Autofahrer, die zu schnell unterwegs sind, sensibilisiert werden, das Tempo zu drosseln.

Aus dem Münchner Umland sind solche Anzeigetafeln bekannt. In der Stadt selbst sieht man sie nicht. Denn 2012 habe der Stadtrat einen Vorschlag für eine vierjährige Testphase an fünf wechselnden Standorten mit insgesamt zehn Geräten mehrheitlich abgelehnt, sagt Peter Geck, Leiter der Unterabteilung für Verkehrssicherheit beim Kreisverwaltungsreferat (KVR) – und dies damit begründet, dass der finanzielle Aufwand im Vergleich zum Nutzen zu hoch sei, so Geck.

Das könnte sich bald ändern: Es gebe inzwischen einen Auftrag des Oberbürgermeisters, dem Stadtrat Vorschläge zum künftigen Einsatz von „Dialog-Displays“ vorzulegen, teilte ein KVR-Sprecher auf Anfrage mit. Man bereite hierzu gerade eine Beschlussvorlage vor, die Mitte des Jahres in den Stadtrat eingebracht werden solle. Grundsätzlich sei ein vermehrter Einsatz solcher Displays denkbar, so der Sprecher. Der Stadtrat müsse hier allerdings erst entscheiden – und auch die Finanzierung müsse gesichert sein.

KVR-Mitarbeiter Peter Geck erklärt das weitere Vorgehen: „Das KVR beabsichtigt, in diesem Jahr den Stadtrat nochmals um einen auf zwei Jahre verkürzten Versuch zu bitten.“ Dieser Test solle – sofern die Stadträte grünes Licht geben – „voraussichtlich im Jahr 2018“ starten. Zehn Geräte, die sich für fünf Standorte eignen, sollten bei dem Verkehrsversuch „immer mal wieder wechselnd“ zum Einsatz kommen, erklärt Geck die Idee. Es gehe dabei um mehr als um das Aufstellen „einfacher Schildchen“, betont er – die Geräte sollten darüber hinaus Rückschlüsse auf das Verhalten der Verkehrsteilnehmer zulassen. Sinnvoll eingesetzt werden könnten sie in sensiblen Bereichen gerade „im Zusammenhang mit der Schulwegsicherheit“.

Ins Gespräch gebracht hatte den Einsatz solcher „Speeddisplays“ jüngst der Bezirksausschuss Au-Haidhausen. Die Stadtteilpolitiker fordern, dass die mobilen Geräte mit Blick auf das Vorhaben der Stadt, an der Rosenheimer Straße Tempo 30 als Verkehrsversuch einzuführen, ergänzend aufgestellt werden. Beim Kreisverwaltungsreferat heißt es dazu vage: „Grundsätzlich ist auch ein Einsatz an der Rosenheimer Straße vorstellbar.“ Allerdings müssten die genauen Details eines „Einsatzkonzepts“ erst noch ausgearbeitet werden. 

Anne Hund

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