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Polizisten stehen am 31.12.2015 in München vor dem Hauptbahnhof. Die Polizei in München hat am Silvesterabend vor einem Terroranschlag in der bayerischen Landeshauptstadt gewarnt.

Revier in Baden, Codename und Hotel-Erstürmung

Terror-Warnung: Spektakuläre Details zur Vorgeschichte

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München - Nach der Terror-Warnung in München gibt es einen Bericht mit spektakulären Details zur Vorgeschichte. Demnach begann alles auf einem Polizeirevier in Baden.

Der erste Hinweis auf einen angeblich geplanten Terroranschlag in München soll laut BR und SWR am 23. Dezember auf einem Polizeirevier in Baden eingegangen sein.

Ein Iraker habe das Revier betreten, ein unbescholtener Mann. Er riet der Polizei, dringend mit seinem Bruder im Irak zu sprechen, wegen eines drohenden Terroranschlags.

Spezialisten des Landeskriminalamts Baden-Württemberg hätten daraufhin mit dem Bruder im Irak telefoniert. Er habe ihnen als Anschlagsziel den Münchner Nahverkehr und als Zeitpunkt die Tage um das Dreikönigsfest am 6. Januar genannt sowie arabische "Allerweltsnamen".

Der Münchner Polizeipräsident Hubertus Andrä hatte an Neujahr von fünf bis sieben Verdächtigen gesprochen, von denen nur bei etwa der Hälfte die Personalien bekannt seien.

Polizei stürmt zwei Wohnungen in Appartementhotel am 30. Dezember

SWR und BR berichten weiter, nach der Befragung habe die eingeschaltete bayerische Polizei ermittelt, die Männer jedoch ebenso wenig finden können wie andere europäische Polizeibehörden, die benachrichtigt worden seien. So gingen die Ermittlungen von BKA, Verfassungsschutz, BND und Generalbundesanwalt Peter Frank Hand in Hand. Der BND habe ebenfalls Kontakt mit dem Mann im Irak aufgenommen. Der Codename der Ermittlungen den Berichten zufolge: "Januar".

Die übermittelten "Allerweltsnamen" gingen in verschiedenen Schreibweisen an Interpol und Europol, es gab mehr als 100 Hinweise - aber keiner betraf Deutschland.

Laut BR und SWR wurde zudem ein Hotel in München, das zu den Hinweisen passte, überprüft und observiert. Statt es komplett zu stürmen, kam es am 30. Dezember nur zu einem Einsatz in zwei Wohnungen. Ohne dass die Beamten etwas gefunden hätten.

Als an Silvester ein ähnlicher, aber konkreterer Hinweis aus Frankreich das Bundeskriminalamt erreicht habe, sei der Terroralarm ausgelöst worden. Dieser Hinweis habe sich auf den Silvesterabend und die beiden Bahnhöfe sowie auf ebenfalls sieben Personen bezogen. Die Namen seien aber nur teilweise bekannt gewesen und hätten sich von denen des irakischen Hinweisgebers unterschieden.

dpa/lin

Den Live-Ticker mit allen Informationen vom Sonntag nach der Terror-Warnung an Silvester lesen Sie hier bei tz.de.

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