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Zum Knuddeln: Tierheim-Chefin Sandra Gitlner mit zwei Schützlingen in deren neuen Räumen.

Tierheim München

Schöneres Plätzchen für Fund-Hunde

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München - Die Pfleger im Tierheim können Ohrenschützer und Stirnlampen abnehmen. Beides brauchen sie im neuen Hundehaus nicht mehr. Denn das neue Hunde-Heim ist fertig.

Die Hundepfleger im Tierheim München können ihre Ohrenschützer endlich abnehmen. Die Stirnlampen, die vor allem abends manchmal zum Einsatz kamen, auch – beides brauchen sie in dem neuen Hundehaus nicht mehr, das gestern nach großen Umbaumaßnahmen von den Vierbeinern bezogen wurde.

Der neue Hunde-Bereich des Tierheims München.

Die Entscheidung dafür ist erst Ende 2015 gefallen. Bei einer Besichtigung mit Mitgliedern der Stadt und des Kreisverwaltungsreferats (KVR) wurde klar, dass die aktuellen Verhältnisse nicht mehr den eigenen Ansprüchen an eine angemessene Tierhaltung entsprechen. Innerhalb von neun Wochen wurde der alte Bau deshalb von Grund auf saniert, die Hunde wurden währenddessen auf andere Gebäude verteilt. Das Ergebnis dürfte nun nicht nur die Pfleger freuen, denn die Bedürfnisse der Hunde standen im Vordergrund. So werden die Vierbeiner nicht völlig voneinander abgeschottet untergebracht, sondern haben sich im Rondell größtenteils im Blick.

Das Glas hält Gebell zurück

Einerseits dank der kreisförmigen Anordnung, andererseits dank großer Glastüren, die vor den einzelnen Kabinen angebracht sind – der größte Vorteil für Tierheimleiterin Sandra Giltner. „Jetzt ist alles wahnsinnig hell“, betont sie. „Das Glas hält außerdem das Gebell zurück.“ Zu Spitzenzeiten wurden im alten Hundehaus 92 Dezibel Lärm gemessen, das entspricht in etwa einer Motorsäge. Selbst, wenn jetzt alle 20 bis 25 Plätze des neuen Rondells belegt sind, soll es das nicht mehr geben.

225 000 Euro hat die Sanierung gekostet – finanziert hauptsächlich durch Spendengelder. Doch die Maßnahme ist erst der Anfang, das Tierheim braucht mehr Platz. In den kommenden Jahren sollen zwei große Neubauten das Angebot erweitern.

Immer mehr Hunde kommen zum Beispiel auch aus Spanien und landen dann in München-Riem. Gerade zu Ferienzeiten laufen die Pflegearbeiten deshalb auf Hochtouren. „Wir sind besonders froh, dass das neue Rondell zum Sommerferien-Beginn fertig geworden ist“, sagt Sandra Giltner. Viele Hunde würden nach wie vor gerade jetzt abgegeben. Im neuen Rondell im Tierheim München leben sie jetzt zwar immer noch unfreiwillig – aber immerhin auf höchstem Niveau.

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