Manuel Neuer operiert! Keeper fällt aus

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Wartende am Hafen von Genua, dorthin war das Münchner Ehepaar unterwegs. 

Mysteriöse Umstände

Tote Münchnerin auf Fähre entdeckt - Schlimmer Verdacht

München/Genua - Eine Überfahrt von der Trauminsel Sardinien wurde für ein Münchner Ehepaar zum Horrortrip: Er schläft, wacht auf, sie ist weg. Erst nach zwei Wochen wird die Leiche gefunden. 

Ernst B. (74) wollte mit seiner Frau (74) noch einmal italienische Sonne tanken, bevor in Deutschland der nasskalte Winter einzieht. Sie genießen ihren Urlaub, bis es wieder nach Hause geht. Mit einer Fähre setzen sie schließlich am 30. Oktober von Sardinien wieder nach Genua über. 

Es ist nachts, sie machen es sich in Schlafsesseln bequem, erzählt Ernst B. der „Bild“. Dann beginnt der Horror für den Ehemann, der seit fast 50 Jahren verheiratet ist. „Als ich wach wurde, war meine Frau verschwunden.“ Möglicherweise war sie bereits tot, vielleicht hätte man sie aber noch retten können. Das weiß Ernst B. zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht. 

Der Rentner ist zunächst nur verwundert, läuft das Schiff ab, kann seine Frau nicht finden. Dann überkommt ihn die Sorge: Ist etwas passiert? Ist sie über Bord gegangen? Er schlägt Alarm bei der Schiffscrew, der Kapitän lässt alles absuchen, sagt er. Sogar Taucher werden eingesetzt. Nichts. Keine Spur von der 74-jährigen Münchnerin.

Ernst B. geht in Genua alleine von der Tirrenia-Fähre „Sharden“. Ohne zu wissen, was mit seiner Frau geschehen ist, reist er zurück nach München.

Erst zwei Wochen später die Gewissheit: Ihre Leiche wird an Bord gefunden. Mysteriöser Weise im Maschinenraum, wo die Passagierin gar nicht hinein gedurft hätte,sagt Ernst B. der „Bild“. Sie wurde im Wartungsschacht einer Schiffsschraube entdeckt. 

Polizei ermittelt gegen den Kapitän wegen fahrlässiger Tötung

Der Ehemann steht immer noch vor einem Berg Fragen. Seine Frau sei zwar manchmal orientierungslos gewesen, aber wie konnte sie dorthin gelangen? Er hat einen schlimmen Verdacht: „Wenn die Besatzung richtig gesucht hätte, wer weiß, sie würde vielleicht noch leben.“

Das muss nun die Polizei klären - ermittelt wird laut „Bild“ tatsächlich unter anderem gegen den Kapitän wegen fahrlässiger Tötung. Laut Autopsie starb die 74-jährige Münchnerin noch in der Nacht ihres Verschwindens, Fremdeinwirkung ist ausgeschlossen. Die Leiche ist weiter in der Rechtsmedizin in Genua, die Staatsanwaltschaft gibt sie nicht frei. 

Der Ehemann wünscht sich die Klärung aller Fragen, klar. Aber vor allem will er seiner geliebten Begleiterin endlich die letzte Ruhe gewähren und sie beerdigen.

kg

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