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Attraktives München: Die Landeshauptstadt verzeichnet heuer 4,8 Prozent mehr Gäste als im Vorjahreszeitraum. Auch immer mehr chinesische Touristen kommen. 

Halbjahresbilanz 2017

Tourismus boomt: Woher Münchens Gäste kommen

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München zieht immer mehr Touristen an. Das geht aus der Halbjahresbilanz 2017 des Tourismusamts hervor. Die Besucher kommen immer häufiger aus Russland.

München - 3,4 Millionen Gästeankünfte in der Landeshauptstadt bedeuten ein Plus von 4,8 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum im Jahr 2016. Die Zahl der Übernachtungen belief sich auf 6,6 Millionen. Das sind 1,2 Prozent mehr als im Vorjahr.

Zu dem Aufwärtstrend haben vor allem die russischen Gäste beigetragen. Sie haben ihre knapp drei Jahre währende deutliche Reisezurückhaltung aufgegeben. Die Zahl der Ankünfte und Übernachtungen stieg um 28 bis 29 Prozent – der größte Zuwachs unter allen Nationen. Reisende aus Russland rangieren mit etwa 170.000 Übernachtungen auf Platz sieben der Statistik.

Spitzenreiter sind die US-Amerikaner

Die meisten ausländischen Gäste kommen nach wie vor aus den USA: 382.000 Übernachtungen bedeuten ein Plus von 7,1 Prozent. Nicht mehr so zahlreich kommen die Italiener: 216.000 Übernachtungen entsprechen einem Minus von acht Prozent. Insgesamt belegen die Gäste aus Südeuropa aber noch Platz drei. Dahinter folgen Großbritannien (208.000 Übernachtungen), die Schweiz (198.000) und Österreich (188.000). Während bei den Schweizern ein Minus von 4,6 Prozent zu verzeichnen ist, sind die Übernachtungszahlen österreichischer Gäste mit 7,2 Prozent deutlich angestiegen.

Der Inlandsreisemarkt hat sich analog zum allgemeinen Trend zu Kurz- und Städtereisen positiv entwickelt. Im ersten Halbjahr wurden 1,9 Millionen Ankünfte (+4,8 Prozent) und 3,5 Millionen Übernachtungen aus Deutschland registriert (+1,3 Prozent). Nach Einschätzung der Stadt ist von den negativen Auswirkungen, die die europaweiten Terrorakte und der Münchner Amoklauf des vergangenen Jahres auf eine Reiseentscheidung für München hatten, in den meisten Märkten nichts mehr zu spüren.

Reiselust in Osteuropa

Nicht nur in Russland, sondern auch in vielen anderen osteuropäischen Ländern ist die Reiselust spürbar. So zeigten sich sowohl bei den Ankünften als auch bei den Übernachtungen starke Zuwächse in folgenden Nationen: Estland (Ankünfte: +19,2 Prozent/Übernachtungen: +24,3 Prozent), Lettland (+27,1/+20,1), Rumänien (+12,5/+20,2), Tschechische Republik (+21,7/+17,3) und die Ukraine (+15,9/+16,7). Bei Gästen aus Mittel- und Südamerika sowie der Karibik waren ebenfalls Zuwächse von sieben bis 20 Prozent zu verzeichnen.

Auch für viele Chinesen ist München eine Reise wert. Bei den Ankünften gab es einen Zuwachs von 16,8 Prozent auf 72.000, bei den Übernachtungen ein Plus von 7,8 Prozent auf 147.000. Erneut deutlich angestiegen ist auch die Zahl der Ankünfte und Übernachtungen aus Indien (+19/+14,9), Israel (+22,8/+18,1), Taiwan (+27,9/+24,9) und Japan (+4,3/+4,8). Für Gäste aus Südostasien ist München ebenso nach wie vor ein sehr beliebtes Reiseziel, wie die Zuwächse bei den Ankünften (65.000, +19,3 Prozent) und den Übernachtungen (135.000, +5,2 Prozent) belegen.

Anders sieht es bei den Arabischen Golfstaaten aus. Mit einem Minus von 7,3 Prozent bei den Ankünften (64.000) und 19,4 Prozent bei den Übernachtungen (162.000) wurden hier zuletzt keine Wachstumsraten verzeichnet. 

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