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Trotz Besucher-Rekord: Tierpark verdient weniger

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Christine Strobl zeigt eine australische Bartagame (links) und einen südamerikanischen Zipfelfrosch. dpa

München - 2008 war ein tolles Jahr für den Tierpark Hellabrunn - allerdings nur bei der Anzahl der Besucher: Die Einnahmen sanken.

Mit rund 1,4 Millionen Besuchern hat der Tierpark Hellabrunn 2008 ein Rekordjahr verzeichnet. „Das ist das beste Ergebnis seit Gründung des Tierparks“, sagte die Aufsichtsratsvorsitzende und zweite Bürgermeisterin Christine Strobl (SPD) gestern. Besonders erfreulich sei die Besucherzahl bei Kindern zwischen 4 und 14 Jahren, die um 8,2 Prozent stieg. Dieser Trend sei auf das Angebot der Dauer- und Familienkarte zurückzuführen. Bei den Jahreskarten ist ein Zuwachs von 10,2 Prozent zu verzeichnen.

Trotzdem hatte der Tierpark 6,7 Prozent weniger Einnahmen als noch 2007. Der Grund sei die im vergangenen Jahr eingeführte Familienkarte, die für Familien eine deutliche Ersparnis bringt. „Der Tierpark arbeitet nicht gewinnorientiert“, betonte Walter Schmid, kaufmännischer Vorstand in Hellabrunn: „Wir haben den Auftrag der Kultur, Bildung und Freizeit.“

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Um den Besuchernachwuchs zu fördern, hat der Tierpark ein Gemeinschaftsprojekt mit der Stadtsparkasse München und 60 Kindertagesstätten ins Leben gerufen. Vorschulkinder können mit ihren Erziehern 14 Tage kostenlos den Tierpark besuchen. Durch entsprechende Fortbildungen werden die Erzieher auf ihre Exkursionen vorbereitet. Strobl: „Die Erzieher werden geschult, um einen intensiven Durchgang im Tierpark zu gewährleisten. Dazu gehört, dass sie auf die Tierarten eingehen und den Kindern Dinge erklären.“

Mitte August beginnt der Bau des neuen Eisbärengeheges. Der Umbau wird fünf Millionen Euro kosten und soll ein Jahr dauern. Das Münchner Eisbären-Trio Lisa (35), Yogli (10) und Giovanna (2) wird für diese Zeit vermutlich im Berliner Zoo untergebracht.

(wha)

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