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Plant seine Rückkehr in die Politik: Sepp Daxenberger (Grüne).

Sepp Daxenberger: Comeback an Ostern

München -  Nach der neuerlichen Krebstherapie plant der Fraktionschef der Grünen im Landtag und Ex-Bürgermeister von Waging sein Comeback auf der Polit-Bühne.

Diese Nachricht freut uns alle: „Es geht mir wieder ganz gut“, sagte Sepp Daxenberger gestern. Der 47-Jährige ist voller Optimismus, seine Stimme klingt wieder kraftvoll: „An Ostern werde ich mich wieder ins Getümmel stürzen!“

Daxenberger, dessen Sympathiewerte weit vor denen der den meisten CSU-Politiker liegen, kämpft seit 2003 gegen die heimtückische Krankheit, die Plasmozytom heißt. Dies ist eine seltene Mischung aus Blut- und Knochenkrebs, die als kaum heilbar gilt. Der Verlauf der Krankheit lässt sich aber so verlangsamen, dass man damit leben kann. Die erste Chemotherapie hat er gut überstanden. Doch Anfang 2006 kam es zu einem Rückfall.

Obwohl er wieder monatelang im Krankenhaus lag, hielten die Grünen fest zu ihm: In Abwesenheit wählten sie ihn bei der Landesdelegiertenkonferenz mit überwältigender Mehrheit zum Landesvorsitzenden. 2008 wurde der streitbare Biobauer aus Waging in den Landtag gewählt.

Mit seiner Gesundheit geht es auf und ab. Im November 2009 griff der Krebs massiv seine Knochen an. Die Ärzte probierten es mit einer DLI-Therapie. Dabei werden Bestandteile aus dem Blut eines Spenders entnommen und in Form einer Infusion in steigenden Dosen übertragen. „Die Abwehr-Reaktionen waren heftig“, beschreibt Daxenberger. Das Politiker-Derblecken auf dem Nockherberg musste er absagen. „Kopf hoch und durchhalten, lieber Sepp Daxenberger“, rief ihm Michael Lerchenberg alias Bruder Barnabas zu. „Bayern braucht Sie!“

Schon im Vorjahr hatte Barnabas den Grünen-Politiker auf dem Nockherberg geadelt: „Der Daxenberger Sepp ist so authentisch bairisch. Der muss keine Lederhosen anziehen, damit man ihm seinen Kampf für die ökologische bayerische Heimat glaubt.“ Nein, er will sich nicht unterkriegen lassen. „Ich bin noch schwach auf den Füßen und komme kaum die Treppen hoch“, sagt er und betont kämpferisch: „Ich mache weiter.“

Am Montag, 12. April, feiert er seinen 48. Geburtstag. Die Rückkehr in die Politik – sie wäre das schönste Geschenk für den Waginger!

Eberhard Unfried

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