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Video: Zwischengeschoss am Hauptbahnhof eröffnet

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Von: Patrick Wehner

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München - Nach knapp drei Jahren Bauzeit wurde am Freitag das Zwischengeschoss unter dem Bahnhofsplatz neu eröffnet - heller und schöner als je zuvor.

Es wird gewischt, gewienert, es werden Regale eingeräumt, U-Bahn-Schilder festgeklebt. Es ist der letzte Feinschliff vor der Eröffnung des U-Bahn-Zwischengeschosses am Hauptbahnhof heute Vormittag. Es wirkt ein wenig wie ein Raumschiff, das unter dem Bahnhofsplatz gelandet ist. Und in dem man nun Chop Suey, Handys und Bio-Wraps kaufen kann.

Am Donnerstag, einen Tag vor der Eröffnung, liefen die Vorbereitungen dort noch auf Hochtouren. Zum Beispiel im Laden von Leni Döring. Sie ist die Projektleiterin bei Scoom, einem exquisiten Snack-Laden mit großem Bio-Sortiment. Zwei Männer putzen noch die Scheiben, am Boden herrscht Kabel-Wirrwarr. Leni Döring räumt eine Kiste frisches Gemüse in die Kühlung. Ab heute können sich hungrige und ernährungsbewusste Unterwegs-Esser in dem Geschäft mit allerlei Snacks eindecken. Leni Döring sagt: „Es freut uns sehr, hier in München einen Laden aufzumachen.“ Scoom gibt es bislang nur in Berlin, Hamburg und Frankfurt - doch auch in München ist das Klientel von Bio-Sandwich-Fans groß.

Insgesamt öffnen allein im U-Bahn-Zwischengeschoss 18 neue Geschäfte. Die MVG hat auf einen bunten Mix aus Dienstleistern und Einzelhandel geachtet. Zusätzlich wurde dort ein großes MVG-Kundencenter gebaut. An das alte, dunkle Zwischengeschoss erinnert praktisch nichts mehr. Ein spezielles Lichtkonzept sorgt dafür, dass das Geschoss trotz niedriger Decke groß und weit wirkt. Um die U-Bahnabgänge herum hat die MVG Glaswände bauen lassen. Früher waren dort einzelne Geschäfte angebaut, die das Zwischengeschoss optisch kleiner wirken ließen. Die Läden sind nun an die Ränder des Zwischengeschosses gerückt. 20 Millionen Euro hat der aufwändige Umbau gekostet. Optisch hat er sich in jedem Fall gelohnt.

Bahnhofsplatz: So sieht das neue Zwischengeschoss aus

Die S-Bahn-Seite des Zwischengeschosses ist allerdings noch in Arbeit. Dort wird immer noch gehämmert, gebohrt und geflext. Brandschutz, Boden, Decken, Strom- und Wasserversorgung - vieles ist dort seit der Eröffnung 1972 unverändert und wird nun komplett erneuert. Im Sommer soll aber auch dieser Teil des Zwischengeschosses fertig saniert sein. Dann sollen auch dort sukzessive neue Läden aufmachen.

Patrick Wehner

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