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Münchens Taxler: Sie sind besser als ihr Ruf.

ADAC-Test

Überraschung: Münchens Taxler sind viel besser als ihr Ruf

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München - Münchens Taxler haben nicht unbedingt den besten Ruf: Muffig und unzuverlässig sollen sie sein. Ein Test zeigt jetzt: Das Gegenteil ist der Fall.

Das Taxi-Gewerbe ist besser als sein Ruf: Fahrgäste können meist mit einer zuverlässigen, raschen und komfortablen Beförderung rechnen. Das ist das Ergebnis eines ADAC-Tests von 160 Fahrten in acht deutschen Großstädten. 146 der Testfahrten bekamen eine positive Wertung. In München gab es dreimal die Note „sehr gut“ und zweimal „ausreichend“.

Münchens Taxler: Freundlich und ordentlich

Getestet wurden fünf Routen, die jeweils viermal zu unterschiedlichen Zeiten befahren wurden (s. unten). Deutschlandweit waren die größten Aufreger: Fahrer kennt das Ziel nicht (23 Prozent), EC-/Kreditkartenzahlung nicht möglich (12), Fahrer weicht von Idealroute ab (11), Fahrer missachtet Verkehrsregeln (9), lange Wartezeit auf telefonisch bestelltes Taxi (6).

Für die Münchner Taxler stellten die Tester fest: Bei allen Fahrten war der Taxameter ordnungsgemäß eingeschaltet, die allermeisten Fahrten wurden auf dem kürzesten Weg angesteuert. Alle Fahrer waren mit dem Gepäck behilflich, freundlich und ordentlich gekleidet. Mit nur einer Ausnahme war das Bezahlen mit EC-/Kreditkarte möglich.

Der ADAC testete die Taxler in acht deutschen Großstädten. Das Ergebnis: München steht gut da.

Negativ fielen auf: In 16 der 20 Autos gab es keinen sichtbaren Aufkleber mit dem Hinweis „Bitte anschnallen“, in 15 Taxis war die Tarifübersicht nicht gut erkennbar angebracht. Zwei schwarze Schafe gab es auch: Ein Taxler fuhr für eine Kurzstrecke einen Umweg von 68,2 Prozent! Und bei einem anderem roch es im Wagen stark nach kaltem Rauch. Unterm Strich fällt die Bilanz für München aber sehr positiv aus.

Sogar die Preise passen

Und auch beim Preis ist die Landeshauptstadt – anders als bei den meisten anderen Kosten-Rankings – nicht das teuerste Pflaster, sondern landet auf Rang 7 (siehe Grafik): Eine 7 Kilometer lange Fahrt kostet hier 19,50 Euro. Spitzenreiter ist Düsseldorf mit 22,80 Euro. Übrigens: Die Gebühren liegen nicht in Hand der Taxi-Unternehmer, sondern werden von den Kommunen festgelegt.

„Taxifahren ist verlässlich“, sagt Alexander Möller, Geschäftsführer des ADAC e.V.. Das Münchner Kreisverwaltungsreferat hatte kürzlich angeregt, 700 der bestehenden 3368 Taxikonzessionen einzukassieren. Die große Konkurrenz würde dazu führen, dass viele Taxiunternehmer Steuern hinterziehen und Fahrgäste prellen.

Ein Taxler fiel erst kürzlich negativ auf, weil er offenbar einen Fahrgast überfahren wollte.

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