1. Startseite
  2. Lokales
  3. München
  4. Stadt München

45.000 Menschen bei Demo in München - Aiwanger mit deutlichem Signal an Putin: „Nimm deine Panzer und fahr heim“

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Lucas Sauter-Orengo, Katarina Amtmann

Kommentare

Groß-Demonstration gegen den Angriffskrieg auf die Ukraine: In München versammelten sich am Mittwoch 45.000 Menschen am Königsplatz. Die Solidarität mit der Ukraine ist groß.

19.19 Uhr: Rund 45.000 Menschen haben am Mittwochabend in München gegen den Angriff Russlands auf die Ukraine demonstriert. Bei der von der SPD initiierten Veranstaltung unter dem Motto „Frieden in Europa und Solidarität mit der Ukraine“ nahm auch CSU-Chef Markus Söder teil. „Wir werden unter keinen Umständen einen Krieg, einen nicht provozierten Angriffskrieg in Europa akzeptieren, niemals“, sagte Bayerns Ministerpräsident. Mit Blick auf Hilfsleistungen aus Bayern ergänzte er: „Jetzt sind wir alle Ukrainer und stehen auch zu dieser Verpflichtung.“

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) sprach als erster Redner auf dem Königsplatz von einem „menschenverachtenden und völkerrechtswidrigen Krieg gegen friedliche Bürger“ - dies könne nicht unwidersprochen bleiben. Er sei fassungslos über „diesen barbarischen Akt“ von Russlands Präsidenten Wladimir Putin. „Niemals hätte ich gedacht, dass mich meine Enkel fragen, ob die Panzer auch zu uns nach München kommen.“ Für Menschen aus der Ukraine stehe München wie schon bei der Flüchtlingskrise 2015 bereit.

„Putin, nimm deine Panzer und fahr nach Hause“: Aiwanger wird auf München-Demo deutlich

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger fand ebenfalls deutliche Worte: „Putin, nimm deine Panzer und fahr nach Hause (...) nimm deine Panzer und fahr heim“. Daraufhin gab es tosenden Applaus. „Da steckt ein ganz heimtückischer Plan dahinter, der Plan, ein ganzes Volk zu unterjochen“, so der Freie-Wähler-Politiker weiter. „Aber ich bin überzeugt, da hat sich der alte Geheimdienstfuchs verkalkuliert.“ Von diesem Krieg würde am Ende niemand. „Ich sage voraus, dass Putin diesen Krieg als Präsident nicht überstehen wird.“ Von München gehe heute folgendes Signal aus: „Nimm deine Panzer und fahr heim!“ Die Rede von Aiwanger kam gut an, Bayerns Vize-Ministerpräsident erhielt viel Applaus.

Ukraine-Konflikt - Generalkonsul bittet auf Münchner Demo: „Glauben Sie an unsere Tapferkeit und stärken Sie uns“

Der Generalkonsul der Ukraine, Yarmilko Yuriy, forderte eine vollständige internationale Isolation Russlands und sprach von Genozid-ähnlichen Zuständen. „Helfen Sie uns zu kämpfen. Glauben Sie an unsere Tapferkeit und stärken Sie uns.“

Die Polizei meldete gegen 18.45 Uhr, dass der Königsplatz bereits sehr voll sei. Dennoch strömten Leute weiter über den Karolinenplatz zur Versammlung.

18.36 Uhr: Laut Polizei sind aktuell bereits 30.000 Menschen bei der Demo am Königsplatz - mit starkem Zulauf. Wer jetzt noch kommen will, soll über die Barer Straße, die Karlstraße oder den Karolinenplatz kommen. Die U-Bahnhaltestelle „Königsplatz“ ist gesperrt.

Demo
Die Solidarität in München ist groß. © privat

Ukraine-Konflikt: Demo am Königsplatz in München

18.06 Uhr: Die Demo hat mit einer Schweigeminute begonnen. „Der ganze Königsplatz ist voll“, berichtet eine Reporterin vom BR. Die Menschen sollen merken, dass sie nicht alleine sind, obwohl sie alleine kämpfen müssen, berichtet eine Demonstrantin. Reden werden unter anderem von Markus Söder, Hubert Aiwanger und Charlotte Knobloch kommen. Aktuell hat Oberbürgermeister Dieter Reiter das Wort.

Ukraine-Krieg: Friedensdemo am Königsplatz in München

Update vom 2. März, 17.30 Uhr: In einer halben Stunde beginnt eine Demonstration am Königsplatz. Motto: „Frieden in Europa, Solidarität mit der Ukraine!“ Auch Ministerpräsident Markus Söder wird dort erwartet.

Update vom 2. März, 14.56 Uhr: Der Freistaat will seinen Teil im Ukraine-Konflikt leisten. Bereits vor der großen Friedensdemo stellte Ministerpräsident Söder dies in einer Pressekonferenz klar. „Bayerns steht an der Seite der Ukraine, Bayer hilft in der Not“, so der CSU-Chef am Mittwochmittag in München. „Wir werden unseren Beitrag leisten, wir unterstützen zunächst die Nachbarländer, sind aber auch bereit Flüchtlinge aufzunehmen.“

Ukraine-Konflikt: Friedensdemo in München - Söder dankt für große Hilfsbereitschaft

Wie genau dieser Beitrag aussehen soll, verdeutlichte Söder nochmal in knappen Worten in einem Twitterpost - darin bedankt er auch für das große Engagement der Bürger im Freistaat. „Bayern hilft: Wir liefern medizinische Artikel, Decken und Matratzen in die Ukraine und ihre Nachbarländer. Dazu bereitet Bayern die Aufnahme von Flüchtlingen vor (...)„, heißt es darin. Und weiter: „Danke an alle für die beeindruckende Hilfsbereitschaft!“

Am heutigen Mittwoch um 18 Uhr beginnt die Großdemo auf dem Münchner Königsplatz. Auch Söder wird zu der Friedensveranstaltung erwartet.

Ursprüngliche Meldung vom 2. März:

München - Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine tobt weiter. Seit mehreren Tagen dringen Soldaten nunmehr in die Ukraine ein, zuletzt hatte der Beschuss auf den Fernsehturm in der Hauptstadt Kiew für Aufsehen gesorgt. Die Solidaritätsbekundungen im Rest der Welt sind groß - auch in München. Bereits am Wochenende versammelten sich tausende Menschen am Stachus, am Mittwoch, den 2. Februar, soll nun eine weitere, groß angelegte Bekundung am Königsplatz stattfinden. Auch Spitzenpolitiker wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) oder der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) werden erwartet.

Ukraine-Konflikt: Groß-Demo in München - Söder, Reiter und weitere Spitzenpolitiker erwartet

Organisiert wird die Demo in München von der Bayern-SPD, sie soll aber überparteilich sein. Die Kundgebung finde anstelle des Politischen Aschermittwochs ab 18 Uhr auf dem Königsplatz statt, teilte die Bayern-SPD am Montag mit. Wie der Bayerische Landtag mitteilt, wird auch Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) teilnehmen und sprechen. Außerdem haben unter anderem der ukrainische Generalkonsul Yuriy Yarmilko, der Deutsche Gewerkschaftsbund Bayern, die Arbeiterwohlfahrt sowie Vertreter der FDP, der Grünen, der Linken und der ÖDP ihr Kommen angekündigt, dabei zu sein.

SPD-Landeschef richtete bereits vorab emotionale Worte an alle, die an der Demonstration teilnehmen wollen: „Lassen Sie uns am Mittwoch auf dem Münchner Königsplatz gemeinsam ein Zeichen setzen für Frieden, für eine freie Ukraine und gegen den völkerrechtswidrigen brutalen Angriffskrieg von Wladimir Putin.“

Noch mehr Nachrichten aus München lesen Sie hier. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Auch interessant

Kommentare