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Konstantin Wecker hat mit Uli Hoeneß abgerechnet.

"Fleischgewordener Kapitalismus"

Konstantin Wecker: Abrechnung mit Uli Hoeneß

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München - Liedermacher Konstantin Wecker hat auf seiner Facebook-Seite einen beißenden Kommentar über Steuersünder Uli Hoeneß verfasst. Seine ironische Forderung: "Freiheit für Uli Hoeneß!"

Dass Konstantin Wecker leidenschaftlicher Fan der Münchner Löwen ist, dürfte mit diesem bissigen Kommentar nur wenig zu tun haben: Auf seiner Facebook-Seite hat der Musiker und Liedermacher ein vor Ironie triefendes Pamphlet PRO Uli Hoeneß verfasst. "Freiheit für Uli Hoeneß" lautet die Überschrift des Textes, den Wecker an seine "lieben Freunde" gerichtet hat.

Uli-Hoeneß-Prozess: Live-Ticker am Tag nach dem Urteil

Bei Hoeneß passe einfach alles, beginnt Wecker seinen Kommentar: "Er ist Wurstfabrikant, Spekulant, Präsident der derzeit spektakulärsten Fußballmannschaft der Welt und wohnt in einer Villa am Tegernsee. Er ist ein Bilderbuchkapitalist, hat steuervergünstigt Millionen gespendet und etliche Millionen mehr hinterzogen. Business as usual."

"Der Mann ist nicht resozialisierbar"

Wecker erinnert daran, dass 82 Prozent der Deutschen Uli Hoeneß noch vor zwei Jahren in der Politik sehen wollten. "Das sagt mehr über uns Deutsche aus, als die meisten soziologischen Abhandlungen", so sein selbstironischer Kommentar. "Mehr Hoeneß in der Politik? Dieser Mann - und das kann man ihm gar nicht übel nehmen, wenn man bedenkt, wie er jahrzehntelang hofiert und angeschleimt wurde - dieser Mann wird nie verstehen, dass er irgend etwas falsch gemacht haben soll. In seinem Universum hat er auch nichts verbrochen. So funktioniert nun mal das System und der Ulli ist ein ehrenwerter Mann."

Weckers Abrechnung mit Uli Hoeneß folgt am Ende seines Postings: "Ich wünsche niemandem den Knast. Verständlicherweise. Und auch dem Herrn Hoeneß nicht. Warum auch. Der Mann ist sowieso nicht resozialisierbar. Ebensowenig wie seine Freunde von den Banken und Automobilkonzernen und Versicherungen. Aber ich fordere ab sofort die Möglichkeit zur straffreien Selbstanzeige für alle Opferstockdiebe, Drogenkonsumenten, Bankräuber, Hausbesetzer, Demonstrationsvermummer, Sitzblockierer - ach, mir fielen noch viele ein. Ich halte den Fussballmanager für nicht schuldfähig. Er ist wie das System, das er verkörpert, verteidigt und liebt.

"Hoeneß - eine wandelnde Wurstfabrik"

Ulli Hoeneß ist - und das trägt er schon lange zur Schau -der fleischgewordene Kapitalismus. Eine wandelnde Wurstfabrik. Und wenn man ihm eines vorwerfen kann, dann nur seinen sattsam bekannten vergeigten Elfmeter. Wir linksradikalen Häuserbesetzer, Kryptokommunisten, Steinewerfer, Gutmenschen und Friedensdeppen sehen das eventuell anders. Aber für jeden aufrechten Kapitalisten gibt es nur einen möglichen Kampfruf: Freiheit für Ulli Hoeneß!"

wi

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