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In München haben am Dienstag Schüler gestreikt.

So geht Streiken im Jahr 2016

Münchner Schüler verabreden sich per WhatsApp zum Ausschlafen

München - Am Dienstagmorgen könnten sich Lehrer gewundert haben, als sie ihr Klassenzimmer betraten. Manche Schüler hatten nämlich beschlossen, lieber auszuschlafen statt zu lernen - gerade wegen ihrer Leistung. 

Hannah Imhoff ist 18 Jahre alt und selbst eigentlich nicht betroffen: Sie ist überhaupt kein Morgenmuffel, wie sie im Interview mit "sueddeutsche.de" ganz offen zugibt. Aber sie wisse sehr gut, dass andere Mitschüler sich morgens nicht so leicht tun, sagte die Sprecherin der Münchner StadtschülerInnenvertretung - und rief prompt für heute zum Streik auf. Per Whatsapp-Kettennachricht, wie man das heute eben macht.

Der Grund: Die Schüler fordern Gleitzeit für Schulen, wie es sie auch an vielen Arbeitsplätzen gibt. Sie berufen sich dabei auf wissenschaftliche Studien, die herausfanden, dass gerade Jugendliche morgens meist länger brauchen, bis sie voll leistungsfähig sind. Vorbilder für ein solches Unterrichtsmodell gibt es bereits am Dalton-Gymnasium im nordrhein-westfälischen Alsdorf.

Schüler hoffen auf Gespräch mit den Lehrern

Ihr Aufruf, sagt Imhoff zu "sueddeutsche.de", sei geteilt und diskutiert worden, auch von Schülern anderer Schulen im Umland.  "Ein Klassenkamerad hat sich bei mir gemeldet und gleich gefragt, ob wir dann länger bleiben müssen, wenn wir später anfangen." Das sei jedoch nicht die Idee des Gleitzeitprojekts.

Wie viele Münchner Schüler teilgenommen haben und am Dienstag erst um 9.30 statt wie üblich um 8.00 Uhr zum Unterricht erschienen sind, ist am Dienstagnachmittag noch nicht bekannt. Wie die Lehrer von Hannah Imhoff und ihren Mitschülern reagierten, auch nicht. Die waren laut Imhoff vorab nicht eingeweiht. Sie hoffe aber, dass sich "nach der Aktion" ein Gespräch ergebe.

kf

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