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Die Sexismus-Debatte in Deutschland nach Rainer Brüderles Äußerungen ebbt nicht ab. Die tz-Reporter Susa Hartung (Text) und Markus Götzfried (Fotos) haben Münchner nach ihren Erfahrungen befragt:
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Freundinnen wurden belästigt: Mir ist das zum Glück noch nie passiert, aber ich habe zwei Freundinnen, die schon sexuell belästigt wurden. Die eine ist mal im Schlaf von einem sogenannten Freund am Busen betatscht worden. Die andere hatte einen Arbeitskollegen, der ihr mehrmals offensiv gesagt hat, dass er gerne mit ihr schlafen würde. Sie hat sich dann bei ihrem Chef beschwert und der hat ihren Kollegen abgemahnt. Dann hat er auch aufgehört. Hannah Lang (22), Studentin aus München
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Auch mir ist es passiert: Auch Männer können Opfer sexueller Belästigung werden, ich bin da das beste Beispiel. Ich hatte mal eine Kollegin, die sich mir immer genähert hat und die offensichtlich mehr wollte als nur ein normales Verhältnis zwischen Kollegen. Sie hat dann auch entsprechende Kommentare gemacht und sich mir richtig angeboten. Das war mir irgendwann wirklich unangenehm. Ich habe ihr dann gesagt, dass ich daran kein Interesse habe, dann hat sie aufgehört. Peter P. (56), Finanzberater aus Leipzig
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Männer unter sich: Ich arbeite in der Autobranche und die Männer sind da größtenteils unter sich. Da fallen schon oft Bemerkungen, die unter die Gürtellinie gehen. Die Männer sind daran gewöhnt und meistens sind die Kommentare witzig gemeint. Ich glaube, dass sich da eine Frau sexuell belästigt fühlen könnte. Joshua R. (26), Ökonom aus Stuttgart
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Rock ist nicht gleich Sex: Als Frau ist man oft Situationen ausgesetzt, wo man blöd angemacht wird und das Belästigung ist. Zum Beispiel beim Weggehen: Bloß weil man einen kurzen Rock anhat, heißt das noch lange nicht, dass man mit jedem gleich in die Kiste hüpft. Manche Männer verstehen das aber nicht. Da muss man dann wirklich vier- bis fünfmal Nein sagen und richtig böse werden. Das grenzt für schon sehr an sexuelle Belästigung. Ines L. (24), Webdesignerin aus München
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Debatte darf nicht ausarten: Aus meinem Bekanntenkreis kenne ich keine Fälle von sexueller Belästigung, aber allgemein ist das schon ein Problem. Frauen sollten in Ruhe arbeiten und leben können, ohne schlüpfrige Kommentare oder Schlimmeres fürchten zu müssen. Aber die Diskussion sollte auch nicht ausarten, nicht, dass man einer Arbeitskollegin irgendwann nicht mal mehr ein Kompliment zu einem schönen Kleid machen kann, ohne dass einem gleich sexuelle Belästigung unterstellt wird. Johannes Kellner (21), Auszubildender aus Weiden
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Reaktionen darauf sind geteilt: Ich habe Freundinnen, die in einem kleineren Betrieb arbeiten. Die haben mir erzählt, dass ihre Kollegen schon öfter mal anzügliche Kommentare fallen lassen, die offensichtlich in die sexuelle Richtung gehen. Obwohl sie sich einig sind, dass solche Sprüche nicht in Ordnung sind, gehen sie sehr unterschiedlich damit um. Die eine kontert immer recht blöd, während die andere gar nichts sagt, weil sie sich nicht aufregen will. Maria Huber (31), Masseurin aus Zürich
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Kommt ständig vor: In meinem Berufsfeld ist sexuelle Belästigung ein großes Problem. Das fängt schon damit an, dass man bei manchen Tätigkeiten in der Leistengegend eines Mannes massieren muss und sich da dann was regt. Da kann der Mann ja manchmal nichts dafür, aber wenn dann so anzügliche Sprüche kommen wie „Das könnten Sie auch mal privat bei mir Zuhause für mich machen!“ reicht es mir wirklich. Katharina Götz (24), Physiotherapeutin aus Nürnberg

Rock ist nicht gleich Sex: Umfrage zum Thema Sexismus

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