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Der Bergsteiger aus Hamburg verklagt den DAV.

25.000 Euro gefordert

Unfall auf dem Gletscher: Bergsteiger klagt gegen Alpenverein

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München - Nach Beinbruch und Beinahe-Absturz: Ein Teilnehmer eines Schnupperkurses im Pitztal will 25.000 Euro Schmerzensgeld und Schadenersatz.

Einmal oben auf dem Gletscher stehen: Davon träumte der Hamburger Wolfgang S. (58) und belegte einen Anfängerkurs beim Deutschen Alpenverein. Das Training in den Ötztaler Alpen endete mit einem bösen Sturz: Wolfgang S. rutschte ab und brach sich ein Bein. Die Schuld gibt er seinem Kursleiter und klagt gegen den Alpenverein. Es geht um rund 25.000 Euro Schmerzensgeld und Schadenersatz.

Bis heute geht der Unfall Wolfgang S. nach. „Für mich war das ein Schock“, sagt er. „Wäre ich nicht mit dem Steigeisen an den Füßen hängengeblieben und hätte mir dabei das Bein gebrochen, wäre ich weiter über den Gletscherrand gerutscht und jetzt wahrscheinlich tot.“ Rund 20 Meter weit war der Hamburger am 22. Juli 2013 auf dem Taschachgletscher abgerutscht.

„Die Tour war für Anfänger viel zu gefährlich“, sagt Wolfgang S., der vor allem seinen Verdienstausfall nach der Verletzung ersetzt haben will. Der DAV, der den „Schnupperkurs Eis am Taschachgletscher“ weiterhin anbietet, lehnt jede Verantwortung ab: Der Bergführer habe nicht grob fahrlässig gehandelt.

Am zweiten Verhandlungstag bestätigten vier Zeugen gestern aber die Version von Wolfgang S. „Wir sind an einer sehr schmalen Stelle vorbeigekommen. Der Kursleiter hat uns dann aufgefordert schneller zu gehen“, sagte ein Kursteilnehmer. Seiner Erinnerung nach kam es zu einer Art Wettrennen, bei dem S. ausrutschte. „Sein Sturz hat uns alle geschockt. Das sah böse aus“, sagt ein weiterer Zeuge. Auch er bestätigt den Wettlauf. Und sagt: „Es war extrem glatt.“

Wolfgang S., der alpine Erfahrung hatte, sagt: „Ich wollte hoch ins Eis. Jetzt sind Gletscher für mich tabu.“ Das Urteil steht noch aus.

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