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21 610,93 Euro helfen jetzt den Kindern in der Elfenbeinküste

So ein Zirkus! Unicef-Kindergala im Circus Roncalli begeistert 3000 kleine und große Zuschauer

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Wenn es im Circus Roncalli vor, hinter, neben und vor allem in der Manege wuselt, kann das nur eines heißen: Vorhang auf für die tz-Kindergala zugunsten von Unicef.

15 Mädchen und Buben, die sich wie knapp 100 andere bei der tz beworben hatten, durften eine Woche lang mit den Profi-Artisten trainieren und jetzt gemeinsam mit ihren Stars auftreten. Und das gleich zweimal für den guten Zweck. Denn die tz feiert heuer ein Jubiläum. Seit 30 Jahren unterstützt unsere Zeitung Unicef und Projekte für Kinder in Not überall auf der Welt. Das tun wir auch 2019. Aus recyceltem Plastikmüll bauen wir in der Elfenbeinküste Schulen (alles über unser diesjähriges Unicef-Projekt erfahren Sie demnächst in der tz). Eine großartige Idee, die Roncalli-Gründer und -Direktor Bernhard Paul begeistert. „Wenn wir als Roncalli-Familie mithelfen können, dass Kinder eine Zukunft bekommen und in die Schule gehen können, sind bei uns alle mit ganzem Herzen dabei.“

Jemile (l.), Elaine und tz-Chefredakteur Sebastian Arbinger begrüßten das Publikum bei der Unicef-Gala im Circus Roncalli

Das haben nicht nur unsere Nachwuchsartisten gespürt, sondern auch die jeweils 1500 Zuschauer der Kindergala. Zweieinhalb Stunden Magie, Akrobatik und Clownerie auf höchstem Niveau, Kinder, die über sich hinausgewachsen sind, und ein Publikum, das aus dem Staunen gar nicht herauskam. „Diese Vorstellung macht unser Gastspiel in München zu etwas ganz Besonderem“, so Clown, Comedian und Breakdancer Kai Eikermann. Er und Beatboxer Robert Wicke würden ihren Partner am liebsten gleich mit auf die Tournee nehmen. „Yango ist der Hammer. Obwohl er erst sechs Jahre alt ist, improvisiert er schon wie ein Großer, uns hat es Mega-Spaß gemacht, mit ihm zu arbeiten“, ergänzt Robert Wicke, selbst Familienvater. „Für uns alle ist das eine großartige Erfahrung und ein unvergessliches Erlebnis.“

Mit einem sensationellen Ergebnis: Allein 2610,93 Euro, fünf Franken und einen Penny haben die Zuschauer in die Spendenbüchse der Unicef-Kinder gesteckt. Dazu kommt der komplette Verkaufserlös von 19 000 Euro. Ein ganz herzliches Dankeschön für dieses unglaublichen 21 610,93 Euro! Und das Versprechen von tz-Chefredakteur Sebastian Arbinger: „Auch nächstes Mal machen wir wieder Circus im Circus Roncalli.“

Chistirrin, Gensi & Max: Vorsicht, hier kommen drei Multitalente. Ob mit verschiedenen Instrumenten, Zaubergags oder auf dem Einrad – Gensi, Chistirrin und Max (7) haben's einfach drauf. „Bei der Einrad- Nummer saß ich auf den Schultern von Chistirrin und der hat dabei auch noch jongliert. Ich hatte echt Angst, dass der Trick schiefgeht. Aber es ist alles gut gegangen und ich war richtig erleichtert“, erzählt der Gautinger ganz stolz.

Flying Jalapenos, Chistirrin und Käthe: Sogar noch am Abend vor der Vorstellung haben Multitalent Chistirrin, die drei Brüder Brandon, Kenny und Romy mit Käthe eine Extraprobe am Trapez eingeschoben, damit auch wirklich alles bei der Gala klappt. Und das hat es: „Ich war furchtbar aufgeregt, weil ich eigentlich Höhenangst habe. Aber mit meinen Artisten habe ich mich total sicher gefühlt und richtig viel Spaß gehabt“, so Käthe (11) aus München.

Gemeinsam für die Kinder (v.l.): Stefan Wiedemann, Philipp Saffenreuther (Campus M21), tz-Chef Sebastian Arbinger, Oliver Voss (Campus M21), Claudia Graus (Unicef) und Dorit Caspary (tz)

Großartiges Miteinander: Keine andere Zeitung in Deutschland hat das geschafft: Seit 30 Jahren hilft die tz gemeinsam mit Unicef Kindern in größter Not. Über acht Millionen Euro haben unsere Leser und Partner seit 1989 gespendet. Einer davon ist die private Hochschuleinrichtung Campus M21. Die Studenten, Professoren und deren Partner unterstützen großzügig unsere Projekte, so wie all die ehrenamtlichen Helfer der Unicef-Arbeitsgruppe München. „Dieses Miteinander ist außergewöhnlich und ein entscheidender Baustein für den Erfolg unserer 30-jährigen erfolgreichen Zusammenarbeit mit der tz“, so Claudia Graus, stellvertretende Vorstandsvorsitzende von Unicef Deutschland.

Voll cool: Robert Wicke, Kai Eikermann und Yango: Yango hat sie alle verzaubert, Zuschauer und Künstler. Denn der sechs Jahre alte Münchner ist eine echt coole Socke. Und improvisieren kann er auch. „Wir wussten eigentlich nie so genau, was Yango heute für Moves, Sprünge und Figuren zeigt“, sagt Beatboxer Robert Wicke. Aber Spontaneität ist für ihn und Partner Kai Eikermann kein Problem. „Wir hatten einfach einen Riesen-Spaß mit Yango.“

Kinder sind die Zukunft: „Kinder sind unsere Zukunft, deshalb ist es so wichtig, ihnen zu helfen. Es macht aber natürlich auch Freude, sie bei einem so schönen Event auftreten zu sehen. Wir haben uns extra chic gemacht und sind vorm Ammersee hergefahren. Es hat sich wirklich gelohnt. Meine beiden Kinder möchten das nächste Mal unbedingt selbst mitmachen und sich bewerben. Vielleicht klappt es ja.“ JULIA ROTHENBAUER MIT MIA UND CONSTI

Alles Samba: das Roncalli Ballett und Nora: Jede Handbewegung, jeder Schritt sitzt beim eingespielten Roncalli-Ballett. Und das war auch die Herausforderung für Nora aus München. „Ich musste in sehr kurzer Zeit viele verschiedene Schrittfolgen lernen.“ Deshalb hat die Münchnerin nicht nur in der Manege mit Nika und ihren Kolleginnen geübt, sondern auch zu Hause jeden Tag zu den Sambarhythmen trainiert. „Ich war echt froh, dass der Tanz gut geklappt hat“, so Nora erleichtert.

Souverän: die Moderatoren Jemile und Elaine: Volle Konzentration und zwar von Anfang bis Ende. Unser Moderatoren-Duo Elaine (10) und Ringmaster Jemile führte mit viel Charme und Witz durchs Programm. Wobei für unseren Engländer vor allem die deutschen Texte nicht so einfach waren. Ein Lob bekommt er von seiner Partnerin: „Das wird schon, wenn er etwas übt. Mit Jemile zu arbeiten, war sehr lustig.

Getanzte Luftakrobatik: Adele und Julia: Wenn Julia (12) groß ist, möchte sie wie ihre Künstlerin Adele in einem Zirkus arbeiten und an Strapaten (Riemen) durch die Luft tanzen. „Adele ist wie eine große Schwester für mich geworden. Mit ihr aufzutreten, war ein echter Traum“, erklärt die Schülerin aus Parsdorf. Die beiden eröffneten die Unicef-Show und entführten die Zuschauer mit ihren Figuren in eine wahrlich magische Welt der Luftakrobatik.

Harmonie: die Bello Sisters, Paula, Rosa & Vroni: Obwohl die Turnerinnen Paula, Rosa und Vroni gewohnt sind, viel zu trainieren, war das Pyramidenbauen mit den Bello Sisters ganz schön anstrengend. „Es hat uns allen aber total viel Spaß gemacht“, erzählt Paula. „Und Loren, Joline und Celine waren wie Freundinnen zu uns“, so Vroni. Und Rosa. „Diese Zeit hier im Zirkus, der Auftritt mit den ganzen Kostümen, Choreografien und der Musik war einfach einmalig.“ 

Handstandkunst: Quincy Azzario und Lilli: Nur ein ganz kleiner Kreis an Artisten beherrscht die Handstandkunst so wie Quincy Azzario. Mit ihrer Begeisterung für diese so leicht anmutende Akrobatik hat sie auch Partnerin Lilli (12) angesteckt. „Die Choreografie war so schön. Wenn ich älter bin, möchte ich genau so wie Quincy auftreten. Deshalb werde ich jetzt noch mehr trainieren und nach einem Verein suchen, wo ich all diese besonderen Kunststücke lernen kann.“

Wild: die Cedenos Brothers und Karla: Vier schnelle südamerikanische Brüder und dazwischen Karla: Die musste bei der Ikariershow, bei der sich die Artisten gegenseitig mit den Füßen durch die Luft wirbeln, ganz schön viel Mut beweisen. Karla stand auf den Füßen eines der Brüder, wurde dann selbst geschleudert. „Die Cedenos waren als Lehrer der Hammer. Die haben mit mir immer und immer wieder geübt und waren super geduldig.“

Paolo Carillon und Elisabeth: So mancher Zuschauer im Publikum musste bei der poetischen Liebesgeschichte von Clown Paolo Carillon und Elisabeth (10) aus Traunstein ein Tränchen trocken tupfen. „Da ich eine Puppe spiele, die erst nach einiger Zeit zum Leben erweckt wird, musste ich bei meinem Auftritt ganz schön lange still stehen. Das war echt schwerer als gedacht, aber mit Paolo zusammen soooooo schön.“

Gänsehaut: die Queens of Baroque & Emely: „In der Luft zu fliegen ist unbeschreiblich, nur der Spagat im Kronleuchter war ein bisschen schwierig“, erzählt Emely (6). Die kleine Münchnerin hatte vor allem an den Proben mit den Queens of Baroque großen Spaß: „Mit Vivi hab ich deutsch gesprochen, mit Natalia russisch. Ich fand aber auch die Show richtig gut. Es hat alles geklappt, ich habe so gut wie nichts vergessen und wir haben ganz viel Beifall bekommen.“

Da gibt’s ja doch Tiere: Gensi, Frieda und Elefant Kaspar: Mit Mikrofon in der einen Hand, Dompteurstab in der anderen haben sich Frieda (10) und Weißclown Gensi während der Vorstellung durch die Ränge gekämpft. Mittendrin ihr Elefant Kaspar, den die Münchnerin bestens im Griff hatte. „Den Text auswendig zu lernen, war für mich das Schwierigste. Ich durfte dann alle Zuschauer noch mal begrüßen und überall mit Kaspar und Gensi herumlaufen. Das war echt cool.“

Magisch, witzig, zauberhaft: Eddy, Anatoli und Tobi: „It‘s magic“! Seit Tobi (7) mit seinen beiden Clowns Eddy Neumann (rechts) und Anatoli Akermann trainiert, hört Mama Lisa diesen Ausspruch zu Hause bei jeder Gelegenheit. Der Satz aus der Gala wird bleiben. Und auch die Erinnerung an das komische Trio. Tobi: „Es war so lustig, da hab ich irgendwann die Aufregung vergessen und dass im Zelt 1500 Leute sitzen und zuschauen.“

Show hat alles übertroffen: „Wir wollten einen Zirkus ohne Tiere sehen, dafür aber mit vielen Akrobaten. Die Clowns fanden wir dann am besten. Die Unicef- Show hat ingesamt alle Erwartungen übertroffen und wir haben einen schönen Familientag erlebt, mit dem wir auch noch Unicef unterstützen. Das war mit ein Grund, warum wir zu dieser Gala wollten.“ IRIS HEFELE MIT FABIAN (L.) UND NATALIA EISENFELD MIT ANNA


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