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Die Feuerwehr „rettete“ den Engel.

Zum Glück gab es keine Verletzten

Ein geknickter Engel - die Folgen des verheerenden Unwetters

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In der Nacht von Freitag auf Samstag ist München von einem heftigen Unwetter heimgesucht worden. Das heftige Gewitter hinterlässt seine Spuren.

München - Das Unwetter von Freitag auf Samstag hat vielerorts Schäden verursacht - und auch vor einem Himmelsboten nicht haltgemacht. Denn dem Erzengel Gabriel, der in goldener Farbe mit seiner Posaune über dem Turm der katholischen Kirche Sankt Gabriel in der Versailler Straße in Haidhausen prangt, drohte am Samstag der Absturz, wäre er nicht von Einsatzkräften der Feuerwehr „gerettet“ worden. Die 2,20 Meter große Kupferfigur war durch den Sturm mittig abgeknickt. Die Spezialisten der Höhenrettung entfernten das absturzbedrohte Stück der Figur, dann ließen sie es mit Hilfe eines Seilzugs auf den Boden ab.

Zwei Tote! Feuerwehr-Fest endet im Albtraum

Neben der Engelsrettung hatte die Münchner Feuerwehr auch im restlichen Stadtgebiet durch das schwere Unwetter viel zu tun. Die Bilanz: 220 zusätzliche Einsätze. Bäume auf den Straßen, große Äste auf den Gehwegen, vollgelaufene Keller oder auch ein Pkw, der in einer überschwemmten Straßenunterführung feststeckte. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr waren bis in die Morgenstunden im Dauereinsatz. Zum Glück sind durch das Unwetter keine Menschen zu Schaden gekommen.

Höchststand der Isar am späten Samstagnachmittag

Auch der Isar verlangte das Unwetter einiges ab. Den Höhepunkt der Welle erreichte der Fluss in München laut den Messwerten des Hochwassernachrichtendienstes Bayern (HND) am Samstag um 17 Uhr: Da passierte der Fluss mit einem Abflussvolumen von 178 Kubikmetern Wasser pro Sekunde (entspricht 178.000 Litern Wasser pro Sekunde) und einem Pegelstand von 1,71 Meter die Messstelle im Münchner Stadtgebiet. Bereits am Freitag hatte die Stadt das Baden und Bootsfahrten an der Isar verboten, weil wegen der erwarteten schweren Regenfälle auch der gut gefüllte Sylvenstein-Speichersee in den Bergen über Lenggries kontrolliert abgelassen wurde.

Sturm stoppt S-Bahn und vernichtet Zeltlager

Ebenfalls dem Unwetter zum Opfer fiel das beliebte Holi Festival, das am Samstag auf dem Messegelände in Riem hätte stattfinden sollen. Durch das Unwetter in der Nacht war ein erheblicher Schaden an den Aufbauten entstanden. Da weder die Sicherheit noch eine vernünftige Veranstaltung gewährleistet werden konnte, musste das Festival abgesagt werden. Ein Nachfolgetermin steht noch nicht fest.

Auch eine 25 Meter hohe Birke in Trudering hielt dem Sturm nicht stand und drückte sich am Häherweg gegen ein Hausdach. Gesichert durch den Kran der Feuerwehr wurde der Baum abgeschnitten und sicher auf den Boden gebracht. Die leichten Schäden am Hausdach konnten von den Einsatzkräften repariert werden.

Alle Entwicklungen rund um das Unwetter erfahren Sie in unserem Ticker

Dorita Plange, Lisa-Marie Birnbeck

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