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Auguste Moersch hat nur 790 Euro im Monat, um in unserer teuren Stadt zu überleben.

Sie hat nur 790 Euro im Monat 

Unzufriedene Münchner können sich Beispiel an tapferer Rentnerin nehmen

München - An diesem Dienstag bewegt die Geschichte der Münchnerin Auguste Moersch die Leser der Huffington Post. Moersch hat nur 790 Euro im Monat, um in unserer teuren Stadt zu überleben. Und trotzdem schimpft sie nicht. 

Wie die Huffington Post Deutschland am Dienstag schreibt, ist Auguste Moersch 79 Jahre alt. Von den 790 Euro, die sie monatlich an Rente bekommt, wird noch die Miete für ihre Sozialwohnung abgezogen. In München gilt laut letztem Armutsbericht von 2011 ein Alleinstehender als arm, sobald er mit weniger als 1000 Euro im Monat auskommen muss. Und dennoch sagt Auguste Moersch im Video-Interview mit Überzeugung: „Ich bezeichne mich immer noch nicht als arm.“ 

Mit diesem Satz beweist sie Stärke. Sie lässt sich nicht klein kriegen, nicht in eine Schublade stecken. Und was bemerkenswert ist: Sie schimpft nicht, klagt nicht an, schiebt die Schuld nicht auf den Staat, fühlt sich nicht allein gelassen. Im Gegenteil: Sie spürt sogar Dankbarkeit. Vor allem für die Helfer der Münchner Tafel und der Arbeiterwohlfahrt. „Ich bin zufrieden und dankbar“, sagt sie in die Kamera. „Ob das nun genug ist für jemand anderen, weiß ich nicht. Also für mich ist das genug.“

Auguste Moersch ist eine Frau, die sich manche ewig unzufriedene Münchner zum Vorbild nehmen können. 

Für den neuen Armutsbericht, der 2017 erscheinen wird, hat die Stadt München die Armutsgrenze deutlich angehoben: auf 1350 Euro monatlich. 

Diese drei Gastbeiträge könnten Sie auch interessieren:

1. München, du bist so teuer. Wie soll ein 27-Jähriger Geld für später auf die Seite legen? Wir haben Merten Larisch von der Verbraucherzentrale Bayern gefragt. In seinem Gastbeitrag beschreibt er ein aufschlussreiches Beratungsgespräch.

2. Das Leben in München ist teuer. Studentin Sandra Meier schreibt in ihrem Gastbeitrag über die (Un-)Möglichkeit, mit 25 Euro in der Woche in München zu leben. Sie sagt, sie nehme nur sehr ungerne Geld von ihren Eltern an. Sie will zeigen, dass sie auf eigenen Beinen stehen kann.

3. München feiert sich für seine Weltoffenheit und Liberalität. Doch die Stadt hat Homophobie nicht überwunden, sagt der schwule Marcel Rohrlack. In seinem Gastbeitrag hat er eine Botschaft, die uns alle angeht.

Sehen Sie alle Gastbeiträge auf dieser ÜberblicksseiteUnsere besten Geschichten posten wir auf unseren Facebookseiten Merkur.de und tz München.

sah  

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