Bezirksausschuss stellt Antrag

Gibt es bald USB-Ladestationen an MVG-Haltestellen?

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Gibt es bald USB-Ladestationen fürs Handy an Bus- oder Tram-Haltestellen in München? Einen solchen Antrag hat jetzt der Bezirksausschuss Berg am Laim gestellt.

München - Wer kennt das nicht: Man ist in München unterwegs, und der Handy-Akku geht langsam aber sicher zur Neige. Dabei müsste man dringend noch zuhause anrufen oder eine E-Mail schreiben. Da wäre es praktisch, gäbe es Ladestationen in der Nähe. Ein derartiges Konzept existiert beispielsweise in Paris bereits seit März 2015. 

Dieser Wunschvorstellung hat sich die SPD-Fraktion des Bezirksausschusses Berg am Laim angenommen und Ende April einen entsprechenden Antrag gestellt. Umsetzen soll das Konzept mit dem Titel „Dem digitalen Fortschritt Rechnung tragen“ die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG).

„Die MVG soll ihren Kunden an ihren Nahverkehrshaltestellen USB-Ladestationen anbieten und eine Installierung in ihren U-Bahnen, Trams und Bussen prüfen“, heißt es in dem Schreiben. Als mögliche Standorte, an denen ein derartiges Pilotprojekt starten könnte, empfiehlt die Fraktion folgende Haltestellen: 

- Tram- und U-Bahnhaltestelle Ostbahnhof

- Tram- und Bushaltestelle St.-Veit-Straße 

- U-Bahnhaltestellen Kreillerstraße, Josephsburg sowie Innsbrucker Ring

Vorgeschlagen wird, den Fahrgästen im öffentlichen Nahverkehr diesen Service entweder kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr anzubieten. Der Antrag verweist auf ähnliche Angebote in Berlin oder Bochum. 

MVG erteilt Absage

Doch Aussicht auf Erfolg hat die Idee kaum. Eine Stellungnahme der MVG verweist zum einen auf die erheblichen Kosten für den Einbau und die Instandhaltung derartiger Ladestationen, denen keine zusätzlichen Einnahmen entgegen stünden. „U-Bahnen und Tram-Züge haben ferner eine Lebensdauer von mindestens 40 Jahren. Die technischen Standards im Bereich USB/Handy würden sich im Laufe eines Fahrzeuglebens oft ändern, so dass die Technik stetig angepasst werden müsste“, heißt es in der Stellungnahme weiter. 
Zum anderen erscheine das Konzept für die Nutzung im öffentlichen Nahverkehr unpassend, da sich Fahrgäste von U-Bahn, Bus und Tram in der Regel nur kurz an den Haltestellen aufhielten. Kaum Zeit also, um die Smartphones an den Stationen aufzuladen.

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vh

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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