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Simon Pearce verfasste einen Gastbeitrag für unser Portal.

"Bin beschämt": Reaktionen zu Pearce' Beitrag

Kann man da wirklich noch stolz auf München sein?

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München - Er bewegt mit seinem Bericht über Diskriminierung: Simon Pearce, farbiger Comedian, erzählte uns von Rassismus im Alltag. Der Artikel entfachte eine riesige Debatte - nicht alle sind der gleichen Meinung.

Simon Pearce, farbiger Comedian aus München, erzählte uns über seine Erfahrungen mit Diskriminierung und Rassismus. Er wurde als "Drecksneger" beschimpft und wird täglich mit der Intoleranz vieler Münchner konfrontiert. In der Tram setzen sich Leute von ihm weg, eine alte Frauen streichelte ihm über die Haare und sagte: "Mei, wie a Schaf." Der Artikel traf offenbar einen Nerv, wurde Tausende Male geteilt und geliked sowie von anderen Medien aufgegriffen.

Sowohl auf tz.de/Merkur.de als auch auf Facebook und Twitter entbrannte unter dem Artikel eine heftige Diskussion zum Thema Rassismus in München. Wir haben einige User-Stimmen aufgelistet:

"Hanseatenperle" fragt empört: "Wann hört das Gegreine à la "Ich bin Opfer, die Münchner / die Deutschen sind so schlimm, ich bin völlig unschuldig..." usw. endlich auf?" und weiter "München ist eine tolerante Stadt. Basta. Wir lassen uns unsere Stadt nicht schlechtmachen!" Andere User sind da ganz anderer Meinung: "LilithMorgain" hat den Artikel ihrer fünfjährigen Tochter vorgelesen, die klug anmerkte, dass sie das nicht verstehe und dass es doch egal sei, wie ein Mensch ausschaut und wo er her kommt. User "Baierbrunner" meint: "Wenn ich mir die im Artikel geschilderten "negativen" Erfahrungen als eigenes Erlebnis vorstelle, so blick ich ganz beschämt zu Boden und kann so gar nicht stolz auf meine Heimatstadt sein."

"Mir kommen die Tränen"

Auch auf Facebook waren die User geteilter Meinung: Eine Userin meint, das Ganze mache sie sehr traurig. "Es ist erschreckend, wenn man den Spiegel vorgehalten bekommt. Aber nur so kann man sein Verhalten überdenken und ändern", schreibt sie. Ein anderer User meint: "Man muss Zivilcourage leben, um das zu erhalten, was lebenswert ist."

Auch auf Twitter bewegte der Artikel, unzählige Male wurde er geteilt. Ein User meint: "Bei all dem Sachsen-Bashing die letzten Tage: Rassismus ist überall." Ein anderer User teilt eine ähnliche Meinung: "Wir schimpfen alle zu Recht auf die Sachsen, aber im Westen ist es auch nicht wirklich besser." Manch einem jagte der Artikel sogar richtig Angst ein: "Daheim ist mir eiskalt bewusst georden: Es geht wieder los, München. Ich muss mehr Acht geben als sonst". Eine Userin ist sogar zu Tränen gerührt: "Danke Simon, da kommen mir die Tränen." schreibt sie. "Ich kenne das und da hilft auch manchmal die Komik nicht."

sb

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