Verdi kündigt Klinik-Tarifvertrag

München - Die Gewerkschaft droht mit Arbeitskampf für den Erhalt der Zuschläge.

Kurz vor Weihnachten hat die Gewerkschaft Verdi der städtischen Klinik GmbH den Arbeitskampf angedroht und den Personalüberleitungstarifvertrag für rund 5000 Beschäftigte zum 31. März gekündigt. Die Gewerkschaft will so den Druck auf die städtischen Krankenhäuser erhöhen, die Erschwernis- und Ballungsraumzulage dauerhaft zu erhalten.

Bereits zweimal hatten das Klinikum und Verdi über die Zuschläge verhandelt. Zu einem Ergebnis aber kam es nicht. Der Personalüberleitungsvertrag war abgeschlossen worden, weil die städtischen Krankenhäuser Bogenhausen, Harlaching, Neuperlach und Schwabing 2005 unter dem Dach der Klinik GmbH zusammengeschlossen wurden. Der Vertrag versprach den Beschäftigten den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2009.

Zum anderen aber war darin auch vorgesehen, dass die Erschwerniszuschläge für bestimmte Arbeiten Ende 2008 und die München-Zulage Ende 2009 wegfallen sollen. Für die Beschäftigten können die Kürzungen Lohneinbußen im dreistelligen Bereich bedeuten. Die Geschäftsführung indes drängt auf Kostensenkung, um endlich schwarze Zahlen zu schreiben.

Der Tarifvertrag sei gekündigt worden, „um aus der Friedenspflicht rauszukommen“, erklärte Verdi-Funktionär Dominik Schirmer. Ab April könne man nun die Forderungen mit Arbeitskampfmaßnahmen unterstützen.

Klinik-Chef Manfred Greiner zeigte sich unbeeindruckt. Er wolle alle vereinbarten Verpflichtungen aus dem Vertrag uneingeschränkt einhalten, erklärte er. Der Aufsichtsratschef des Klinikums, Hep Monatzeder (Grüne), zeigte sich verwundert über Verdi und verwies auf die schwierige Konkurrenzsituation für die Klinik GmbH.

Matthias Kristlbauer

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