Staunen und Anfassen: Am Marienplatz startete der neue Hybridbus seine Jungfernfahrt und weckte Interesse. Foto: schlaf

Verkehrsbetriebe testen dritten Hybridbus

München - Aller guten Dinge sind drei. Geht es nach der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG), gilt das offenbar auch für Hybridbusse. Ab dieser Woche erprobt die MVG einen dritten Hybridbus-Typ im Stadtverkehr.

Schon seit 2008 ist ein Bus des polnischen Omnibusherstellers Solaris und seit 2010 ein Gefährt von MAN im Einsatz. Jetzt gesellt sich noch ein dieselelektrischer Gelenkbus aus dem Hause Mercedes-Benz dazu. Der größte Unterschied: Das neue Beförderungsfahrzeug verfügt über eine Lithium-Ionen-Batterie, die Energie anders speichert als etwa der MAN-Bus. Ob das System auch besser funktioniert, muss nun der Test zeigen. Es gehe vor allem um die Lebensdauer der Batterie, sagt Herbert König, Vorsitzender der MVG-Geschäftsführung.

Die anderen beiden Hybridbusse haben die MVG bisher eher enttäuscht. Der Solaris-Bus verbrauche zwar knapp zehn Prozent weniger Kraftstoff als reine Dieselbusse. Nach Angaben des Herstellers sollten aber 20 Prozent eingespart werden. Auch der MAN-Bus erreiche die versprochenen 30 Prozent Einsparung nicht.

Der neue Mercedes-Bus fährt ab sofort auf der Linie 52 zwischen Marienplatz und Tierpark. Kommendes Jahr will die MVG die Ergebnisse prüfen. Dann wird klar, ob sich die hohen Kosten für eine Hybridbus-Flotte lohnen oder nicht. Hybridbusse sind Einzelstücke - und teuer: Während der Solaris-Bus rund 500 000 Euro kostete, muss man für einen gewöhnlichen Diesel-Gelenkbus nur etwa 350 000 Euro hinblättern.

Moritz Homann

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