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der Leiter der Münchner Mordkommission, Markus Kraus, informiert über den Fall Dornach. 

Polizei informiert in Pressekonferenz

Video: Fall Dornach - Tatverdächtige sind erst 16 Jahre alt

Zwei Festnahmen im Fall des Toten von Dornach! Die Mordkommission informiert in einer Pressekonferenz zum aktuellen Stand der Ermittlungen. Hier gibt es das Video.

München/Dornach - Mit einem Foto des Toten bat die Polizei am Freitagabend die Öffentlichkeit um Hinweise auf die Identität eines jungen Mannes, der am Freitag gegen 4.40 Uhr sterbend im Gewerbegebiet Dornach gefunden worden ist. Wie sich herausstellte, handelte es sich um einen 25-jährigen Auszubildenden aus München. Er lag mit schweren Kopfverletzungen reglos auf dem Gehsteig am Einsteinring in Höhe Hausnummer 37, nahe der Bushaltestelle „Einsteinring West“. Im Krankenhaus erlag er dann seinen Verletzungen. War er Opfer eines Tötungsdeliktes oder eines Unfalls? Das war zunächst unklar. Jetzt hat die Polizei zwei Tatverdächtige verhaftet und informiert über den aktuellen Stand der Ermittlungen. 

Hier können Sie ein Video der Pressekonferenz sehen:

Wie die Polizei nun heute berichtet, ergaben sich bei den Ermittlungen recht bald Anhaltspunkte, die auf einen Raubüberfall hindeuteten. Gestützt wurde dies auch von den Ergebnissen der rechtsmedizinischen Untersuchung. Dort wurde festgestellt, dass dem Opfer die tödlichen Verletzungen durch Gewalteinwirkung zugefügt wurden. Das Opfer wurde als 25 Jahre alter Deutsch-Spanier identifiziert, er lebte in München und absolvierte in einem Hotel nahe dem Tatort eine Ausbildung als Koch. 

Den ersten Tatverdächtigen, einen 16 Jahre alten deutsch-bosnischen Schüler, nahmen Zivilpolizisten am Montagmorgen gegen 8.15 Uhr in Riem nahe der Wohnung seiner Eltern fest. Bei dem zweiten Tatverdächtigen handelt es sich um einen ebenfalls erst 16 Jahre alten serbischen Schüler. Er wohnt in der Nähe des Tatortes und wurde ebenfalls am Montag festgenommen.

Die Polizei ermittelt nicht wegen Mordes gegen die beiden Jugendlichen, sondern wegen versuchten Mordes durch Unterlassen in Tateinheit mit Raub mit Todesfolge sowie Körperverletzung mit Todesfolge. Laut derzeitigem Ermittlungsstand wird davon ausgegangen, dass die Tatverdächtigen am Freitag gegen 1.30 Uhr auf das Opfer trafen. Sie wollten „Geld abzocken“. Ein Faustschlag gegen die Kopfseite traf den 25-Jährigen Spanier, er ging zu Boden. Der junge Mann erlitt eine Hirnblutung, so dass er beinahe sofort starb. Die beiden Angreifer stahlen dem Mann Geldbeutel und Handy und flohen vom Tatort. Laut Polizei waren die mutmaßlichen Täter vom Tod des Mannes völlig überrascht. Die Verletzung war so schwerwiegend, dass jede Hilfe für das Opfer zu spät gekommen wäre.  

Die Staatsanwaltschaft wird Haftbefehl gegen beide Tatverdächtige beantragen. Die Ermittlungen dauern an. 

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