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Die A99 bleibt noch eine Dauerbaustelle.

Erste Etappe ist geschafft

Vierspuriger Ausbau der A 99: So lange bleibt die Autobahn noch eine Baustelle

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Die erste Etappe ist geschafft: Ein Teilstück des Autobahn-Nordrings A99 ist jetzt auf vier Spuren verbreitert. Doch der gesamte Ausbau ist logistisch aufwändig und wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

München– Die A 99 ist die Autobahn mit dem höchsten Verkehrsaufkommen in Bayern. An Werktagen werden bis zu 133.000 Kfz in 24 Stunden gezählt, zu Ferienzeiten sind es 30.000 mehr. Daher soll als Langzeitprojekt die Autobahn zumindest zwischen dem Autobahnkreuz München-Nord und Aschheim/Ismaning ausgebaut werden – für geschätzt 99 Millionen Euro entstehen vier Spuren in beiden Richtungen.

Der Anfang ist gemacht: Nach einem Jahr Bauzeit sind nun die ersten Kilometer der Nord-Fahrbahn Richtung Nürnberg zwischen Autobahnkreuz und der Isarbrücke vierspurig. Vier Brücken mussten dafür abgebrochen und neu gebaut werden. Die vierte Spur wurde dabei nach innen gebaut, der schon beim Bau der Autobahn in den 70ern absichtlich überbreit angelegte Mittelstreifen auf nun rund sechs Meter verschmälert. „Damit ist die Bauphase 1 abgeschlossen und die Bauphase 2 beginnt“, teilt Josef Seebacher von der Autobahndirektion Südbayern mit.

Autofahrer haben noch nichts von Etappenziel

Der Autofahrer hat von diesem erreichten Etappenziel noch nichts. Denn bis Donnerstag wird nun der gesamte Verkehr auf die Nordfahrbahn verlegt – der Abschnitt bleibt eine Großbaustelle. Denn nun kann der vierspurige Ausbau der Südfahrbahn in Richtung Salzburg beginnen. Der Bau ist logistisch sehr aufwändig, sagt Seebacher: „Über 60 einzeln beauftragte Firmen und Ingenieurbüros müssen dabei koordiniert und beaufsichtigt werden.“

Auf die Autobahnbauer warten anstrengende Projekte. So müssen bis März sechs Brücken abgerissen werden. An mehreren Wochenenden wird dafür die Staatsstraße 2053 zwischen Ismaning und Unterföhring gesperrt. Auch die S8-Flughafenstrecke, die die Autobahn kreuzt, wird im Dezember nachts wohl gesperrt – es müssen neue Oberleitungsfundamente gesetzt werden. Ende 2018 soll die gesamte Südfahrbahn zwischen Autobahnkreuz und Aschheim verbreitert sein. 2019 wird dann der Rest der Nordfahrbahn zwischen der Isarbrücke und Aschheim ebenfalls vierspurig ausgebaut.

Doch auch danach wird der Autobahn-Ring auf der Agenda der Planer bleiben. Im Bundesverkehrswegeplan ist der vierspurige Ausbau bis zum Autobahnkreuz München-Süd angemeldet und im „vordringlichen Bedarf“ eingestuft. Die Gesamtkosten für die Verbreiterung werden auf 348 Millionen Euro geschätzt.

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