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Vorwürfe der Hausbesitzer

Falsche Zahlen im Mietspiegel? Stadt weist Vorwürfe zurück

Das Sozialreferat ermittelt mit dem Münchner Mietspiegel alle zwei Jahre die Durchschnittsmiete der Stadt. Es gab deswegen schon öfter Ärger. Nun äußert sich das Sozialreferat zu den jüngsten Vorwürfen.

München - Wie berichtet, hatte der Münchner Mietspiegel einmal mehr für Zündstoff gesorgt. Der Hausbesitzerverein Haus+Grund München hatte behauptet, das zuständige Sozialreferat habe die Daten, die in den neuen Mietspiegel eingeflossen sind, bereits vor dessen Veröffentlichung und Qualifizierung durch den Münchner Stadtrat vernichtet habe.

Das Sozialreferat weißt die Vorwürfe nun zurück und erklärt, dass sämtliche Datensätze der Erhebung zum Mietspiegel für München 2017 beim Erbebungsinstitut selbstverständlich noch vorhanden seien. Es handle sich jedoch ausschließlich um Daten, die zur die zur Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben benötigt werden.

Warum müssen Daten gelöscht werden?

Weiter erläuterte das Referat die Vorgehensweise: „Die dazugehörigen Adressdaten hingegen müssen zum frühestmöglichen Zeitpunkt von den restlichen Daten getrennt und gelöscht werden.“ Es handle sich nach der Rechtsauffassung der Landeshauptstadt München bei den noch vorhandenen Datensätzen nicht um städtische Informationen, über die ohne weiteres Auskunft erteilt werden kann. Zudem können diese Informationen unter anderem auch aus Datenschutzgründen nicht herausgegeben werden.“

Stadt habe bei der Erstellung des Mietspiegels geschummelt

Der Hausbesitzerverein Haus+Grund kritisierte darüber hinaus, dass die Stadt bei der Ermittlung der Durchschnittsmiete geschummelt habe und auch die wesentlich günstigeren Sozialwohnungen in die Berechnung mit aufgenommen habe, um die Durchschnittsmiete zu senken. Hierzu schreibt das Sozialreferat: „Die Aussage eines Interviewers, der angeblich „gezielt in Sozialwohnungen geschickt worden“ sei, um dort die entsprechenden Mietdaten zu erheben, ist nicht nachvollziehbar.“ Bereits im telefonischen Kontaktinterview aus der Stichprobe seien geförderte Wohnungen herausgefiltert und nicht in den Mietspiegel miteinbezogen worden. Zudem seien die Interviewer geschult und sogar schriftlich darauf hingewiesen worden, Mietverträge über geförderten Wohnraum zu erkennen und gegebenenfalls das Interview abzubrechen.

Die Hausbesitzer müssen sich bei Mieterhöhungen am Mietspiegel orientieren. Sie monierten die ermittelte Durschnittmiete von 11,23 als zu niedrig. „Es ist aus der Sicht der Vermieter schon nachvollziehbar, dass dieser Wert zu niedrig ist,“ sagt SPD-Sozialexperte Christian Müller. Der Vorwurf der Hausbesitzer allerdings sei eine Räuberpistole. 

Wir ermittelten Münchens wahren Mietspiegel

jb

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