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So stimmten die befragten Münchner ab.

Wahl-Umfrage unter 1300 Bürgern

Wo die Politik anpacken muss - das sagen die Münchner

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In einer Studie der FOM-Hochschule nennen 68 Prozent der Befragten die Bekämpfung der Altersarmut als drängendstes Politik-Thema. Auch soziale Gerechtigkeit ist den Bürgern wichtig. 

München - Die heiße Phase des Wahlkampfs steht vor der Tür – und die Parteien rätseln, mit welchen Themen sie die Wähler für sich überzeugen können. Eine Anregung dazu könnte die Umfrage des FOM Hochschulzentrums unter 1300 Münchnern bieten.

Top-Thema: Armut im Alter

Wenn es nach denen geht, stehen die Fragen, wie gerecht es in unserer Gesellschaft zugeht, an erster Stelle. Eindeutiges Top-Thema für 68 Prozent der Befragten ist die Bekämpfung der Altersarmut. Die Befragten fordern die Politik zum Handeln auf – und zwar quer durch alle Einkommensschichten. Interessant: Ausgerechnet den Befragten mit einem verfügbaren Netto-Haushaltseinkommen von über 5000 Euro liegt das Thema besonders am Herzen. 71,4 Prozent von ihnen nennen die Bekämpfung der Altersarmut als dringendes Thema, bei denjenigen mit einem Einkommen unter 1500 Euro sind es nur 70,5 Prozent.

Gerechtigkeitsfragen und Integration

Die Gerechtigkeitsfrage beschäftigt die Münchner sehr, die fünf drängendsten Themen kommen aus diesem Bereich. Neben der Altersarmut geht es um die Verkleinerung der Schere zwischen Arm und Reich, gleiche Bildungschancen und mehr Bildungsinvestitionen sowie eine höhere Rente.

Danach folgt die Integration von Flüchtlingen. 45,4 Prozent der befragten Münchner halten dieses Thema nach dem großen Zustrom der vergangenen Jahre für ein besonders wichtiges. Weitere 44,8 Prozent fordern zudem eine schnellere und konsequentere Abschiebung von abgelehnten Asylbewerbern. Mit 44,5 Prozent ist den Münchnern der Umweltschutz fast ebenso wichtig.

Unterschiede bei Männern und Frauen

In den meisten Fällen sind sich Männer und Frauen durchaus einig, bei einigen Themen gehen die Meinungen aber deutlich auseinander. So ist Frauen der Kampf gegen die Altersarmut deutlich wichtiger als Männern (74,5 kontra 65,1 Prozent). Besonders groß ist der Unterschied bei der Forderung nach einer besseren Förderung von Frauen. Die wollen 50 Prozent der Frauen – aber nur 27,3 Prozent der Männer. Klassische Männerthemen: Mehr Investition in Bildung (63,3 kontra 58,3 Prozent) und die Stärkung der Polizei (37,3 kontra 34,1 Prozent) sowie der Bundeswehr (21,6 kontra 17,2 Prozent). Interessant ist ein Vergleich mit der bundesweiten Umfrage. Auch in ganz Deutschland liegt die Bekämpfung der Altersarmut auf Platz eins – sogar mit 70,2 Prozent. 

Das sind die Münchner Bundestags-Kandidaten

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