Per Hubschrauber hat die Polizei die Münchner Seen am Samstag geräumt.

Zu warm: Polizei warnt vor zu dünnem Eis

München - Die Polizei hat die Münchner Seen am Samstag per Helikopter geräumt. Bei Temperaturen über null Grad bestand Einsturzgefahr.

Am dringlichsten schien das Problem am Fasaneriesee zu sein. Nachdem das zuständige Baureferat der Polizei mitgeteilt hatte, dass die Eisdicke weniger als 15 Zentimeter betrage, warnten die Beamten alle, die auf dem See Schlittschuh liefen, Eishockey spielten oder Spazieren gingen. "Auf dem See waren mindestens 100 Leute", sagte Polizeisprecher Christoph Reichenbach am Sonntag. "Die ließen sich von der Warnung aber überhaupt nicht beeindrucken."

Ähnliches erlebten die Beamten am Langwieder See. Selbst die Leute mit Kinderwagen und Kleinkindern nahmen die Warnungen der Polizei nicht ernst und blieben einfach auf dem Eis.

"Einsichtiger waren die Menschen am Messesee und am Kleinhesseloher See", sagte Reichenbach. Dort verließen die Besucher das Eis umgehend. Schließlich setzte die Polizei einen Helikotper ein, der seine Runden nacheinander über die Münchner Seen drehte. Damit gelang es, auch den Fasaneriesee frei zu bekommen.

Fotostrecke: Eisrettungsübung der Wasserwacht

Eisrettungs-Übung am Heimstettener See

Dicker als 15 Zentimeter dick muss das Eis sein, damit das Baureferat das Betreten der gefrorenen Gewässer als ungefährlich einschätzt. Bei Temperaturen von mehr als null Grad jedoch schmelzen die Eisdecken schnell. Über die aktuelle Lage informiert das Baureferat jeweils auf Schildern am Seeufer.

Die eigene Einschätzung täuscht hingegen leicht: Oft wirkt das Eis stabiler als es ist.

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