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Die Busfahrer haben am Dienstag ihre Arbeit niedergelegt. 

Zähe Tarifverhandlungen

Warnstreik in München: Aufstand der Busfahrer

Ein starkes Signal in aller Herrgottsfrüh! Ab 4 Uhr morgens haben die Busfahrer der Münchner Verkehrs-Gesellschaft MVG am Dienstag ihre Arbeit niedergelegt.

München -Die Lenker sind sauer, dass in den Tarifverhandlungen zwischen ihrem Arbeitgeber und der Gewerkschaft Verdi wenig vorangeht.

Zum Streik aufgerufen waren lediglich die Fahrer, die seit 2011 direkt bei der MVG angestellt sind. Sie verdienen deutlich weniger als die „Alt-Fahrer“, die noch einen Vertrag mit der Stadtwerke-Muttergesellschaft haben. Das große Chaos blieb daher aus – trotzdem haben die Fahrgäste den Streik bemerkt. „Von den 480 Bussen, die normalerweise im Berufsverkehr unterwegs sind, sind gestern 100 im Depot geblieben“, sagt MVG-Sprecher Matthias Korte. „Trotzdem waren alle Linien bestückt, die Leitstelle hat die verfügbaren Busse über das Stadtgebiet verteilt.“ So kam es „nur“ zu Ausfällen einzelner Fahrten.

Im Tarifstreit stehen sich Verdi und MVG derzeit unversöhnlich gegenüber. Verdi fordert deutlich mehr Lohn – die MVG hat kein Angebot vorgelegt, fordert aber eine Erhöhung der Arbeitszeit. Das Grundgehalt von Bus-, Tram-, oder U-Bahnfahrern liegt aktuell bei 2280 Euro brutto, zuzüglich Schicht­zulagen und Zulagen für Nacht-, Wochenend- und Feiertagsarbeit. Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung der Monatsgehälter um 120 Euro, Nach zwölf Monaten sollen sie um weitere fünf Prozent angehoben werden. Heute steht die dritte Verhandlungsrunde an. 

Lesen Sie auch, wie die MVG den Nahverkehr besser machen will. 

mk

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