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Der neue Zonenplan: Eine M-Zone, ein großer Überlappungsbereich und sechs Außenzonen.

„Deutliche Verbesserungen“

Was die große MVV-Reform für München und die Landkreise bedeutet

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Im zweiten Anlauf soll es nun klappen: Die MVV-Gesellschafter haben einstimmig eine Reform der MVV-Tarife beschlossen. Sie gilt ab Ende 2019 und beinhaltet quasi eine Quadratur des Kreises: Die Fahrpreise sollen einfacher und günstiger werden.

München – Es hat sich ausgeringt – zumindest teilweise. Aus vier Zonen und 16 Ringen werden ab 15. Dezember nächsten Jahres eine M-Zone für die ganze Stadt München sowie sechs Zonen außenrum. Darüber hinaus bringt die Reform eine Vielzahl von Neuerungen: Zum Beispiel ein Sozialticket auch in den Landkreisen oder eine Jugend-Streifenkarte. Für Senioren ändert sich die Altersgrenze: Die IsarCard60 wird zur IsarCard65 – dafür ist die Karte jetzt nicht erst ab 9 Uhr nutzbar. „Deutliche Verbesserungen“ für fast alle Kunden versprechen Freistaat, Stadt München und die acht Landkreise als MVV-Gesellschafter. Die Abstimmung über das Reformwerk war am Ende Formsache.

Neu ist, dass jetzt neben der Stadt auch der Freistaat 35 Millionen Euro im Jahr zuschießt. Er beteiligt sich damit erstmals an einem regionalen Verkehrsverbund. Es habe sich gelohnt, nach der Ankündigung von Ministerpräsident Markus Söder kurz vor der Landtagswahl „reinzugrätschen“ und die Reform noch einmal von vorne aufzurollen, stellte der Ebersberger Landrat Robert Niedergesäß als Sprecher der MVV-Landkreise zufrieden fest. Sowohl Stadt als auch Landkreise sehen sich als Gewinner.

Die Stadt

Als IsarCard Monatskarte kostet die M-Zone nur 55,20 Euro (sowohl im Einzelverkauf wie im Abo/monatliche Zahlweise). Das sind 4,70 Euro weniger als im ersten Reformentwurf, der im Herbst gescheitert war. OB Dieter Reiter (SPD) zeigte sich erfreut, dass somit der Zuschuss des Freistaats direkt auf die Ticketpreise für die Münchner durchschlägt. Man habe „deutliche Verbesserungen“ erreicht. Wer beispielsweise bisher die vier Innenstadt-Ringe nutzte, zahlt statt 79,10 Euro jetzt nur noch 55,20 Euro – 30 Prozent weniger.

Die Landkreise

Neu ist eine deutlich größere Überlappungszone zwischen der M-Zone und der Zone 1. Wer in den Randbereich der M-Zone reinfährt, muss nicht die gesamte M-Zone dazu kaufen. Je nach Fahrtrichtung gilt die günstigere Tarifzone. Beispiel: Für Fahrt von Grünwald nach München reicht allein die M-Zone (ohne Zone 1), für die Fahrt von Grünwald nach Straßlach allein die Zone 1. Sozial Bedürftigte profitieren in allen Kreisen künftig von der IsarCard S und halbierten Preisen – das gab es bisher nur in der Stadt sowie dem Landkreis München. Auch in den anderen Landkreisen gibt es (im Vergleich zum ersten Entwurf) neue Überlappungszonen, die die Fahrten sowohl nach innen als auch nach außen billiger machen als zunächst vorgesehen. So eine Überschneidungszone bildet jetzt die Stadt Moosburg (Kreis Freising) mit Langenbach. Kein einziger Ort in seinem Landkreis liegt jetzt mehr in der teuren Außenzone 6, freut sich Freisings Landrat Josef Hauner. Kritik gibt es aber auch: Die Tickets seien immer noch sehr teuer, moniert der örtliche Grünen-Abgeordnete Johannes Becher. Im Landkreis Fürstenfeldbruck profitiert Olching mit seinen Ortsteilen Esting und Geiselbullach, die nun alle in einer Tarifzone liegen. Die Monatskarte aus Olchinger Sicht (mit M-Zone) kostet künftig 88,90 Euro. Im ersten Modell waren es 118,90 Euro.

Jetzt muss die MVV-Reform im Münchner Stadtrat und allen acht Landkreisen verabschiedet werden. Das soll bis Februar geschehen. Der Landrat des Landkreises München, Christoph Göbel (CSU), ist sich sicher, dass die Reform diesmal auch bei ihm glatt durchgeht. Sie sei „ein echter Gewinn“.

Lesen Sie auch: MVV-Reform: Mehrere Gemeinden wollen in M-Zone

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