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Steht einmal mehr vor Gericht: Harald Zirngibl alias „der Besenstielräuber“ (r.) sitzt diesmal wieder auf der Anklagebank.

Schon mehrmals hinter Gittern

Wegen Droh-Brief an FC Bayern: Neuer Prozess gegen Besenstielräuber

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München - Zurück auf der Anklagebank: Harald Zirngibl - besser bekannt als Besenstielräuber - muss sich einmal mehr vor Gericht verantworten. Diesmal geht es um den FC Bayern.

16 Banküberfälle und 73 Geiselnahmen: Das ist die Lebensleistung des Harald Zirngibl, Jahrgang 1952. Als Besenstielräuber wurde er bundesweit bekannt. Auch unter Schwerkriminellen gibt es eben Prominente.

Jahrelang saß Zirngibl bereits wegen seiner Verbrechen im Gefängnis. Es könnten nun noch 15 Jahre hinzukommen: Denn der Besenstielräuber hat mutmaßlich den FC Bayern München erpresst. In einem Schreiben an den Verein soll er Geld gefordert haben und mit einem Bombenanschlag gedroht haben, falls nicht gezahlt werde. Kommenden Freitag beginnt der Prozess am Landgericht.

Droh-Brief an Rummenigge

Die Staatsanwaltschaft wirft Zirngibl versuchte räuberische Erpressung vor. Er soll seinen Droh-Brief am 9. Februar an den FC Bayern geschickt haben. Adressat: der Vorstand um Karl-Heinz Rummenigge. Darin soll Zirngibl sogar mit Toten gedroht haben - Spielern und Zuschauern -, falls es kein Geld gäbe. Diamanten und Bargeld, so der Vorwurf, forderte er im Gegenzug: insgesamt rund drei Millionen Euro.

Der Verein ging darauf nicht ein und übergab auch ein zweites Schreiben, das von Zirngibl stammen soll, an die Polizei. Beamte konnten den mutmaßlichen Erpresser Ende Februar auf einem Parkplatz in Mainburg festnehmen - nach tagelanger Großfahndung.

Nur sechs Jahre nach seiner Haftentlassung saß Zirngibl wieder hinter Gitter. Sein Tatmotiv: Mutmaßlich war er pleite.

Andreas Thieme

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