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Die Zahl der Touristen aus China und Hongkong ging im August mit 30 000 Übernachtungen um 16,9 Prozent zurück.

Aus Angst vor Terror

Wegen OEZ-Amoklauf: Weniger Touristen kommen nach München

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München - Der Amoklauf am OEZ Ende Juli hielt nicht nur die Stadt in Atem und sorgte für mehr Bedürfnis nach Sicherheit. Weniger Touristen kommen seitdem nach München.

Es war einer der schwärzesten Tage der Nachkriegsgeschichte in München: Am 22. Juli tötete der Deutsch-Iraner Ali S. (18) am Olympia-Einkaufszentrum neun Menschen und richtete sich selbst. Die Bilder und die Nachrichten von diesem grausamen Ereignis verbreiteten sich um die Welt. China sprach sogar eine Reisewarnung für München aus. Die USA hielten US-Bürger am Tatabend über die sozialen Medien über die zu diesem Zeitpunkt akuten Gefahren auf dem Laufenden. Mit drastischen Folgen für den Münchner Tourismus und den Einzelhandel!

„Es gab eine Delle bei den Besucher-Zahlen“, berichtete Bürgermeister und Wirtschaftsreferent Josef Schmid (CSU) am Mittwoch im Presseclub. Insgesamt 1,28 Millionen weniger Touristen kamen im August nach München – ein Rückgang von 13,6 Prozent. Außerdem hieß es aus dem Rathaus, dass Obamas Worte vom Abend des Amoklaufes ("Wir sind mit unseren Herzen bei den Verletzten, Deutschland ist einer unsere engsten Verbündeten") in den US-Medien für großes Echo gesorgt habe und vielen US-Bürgern das Gefühl gegeben habe, München sei nicht sicher.

Die Hotellerie spürte die Terror-Folgen gleich im August – vor allem Araber ließen sich von den Ereignissen abschrecken: 145.000 Übernachtungen wurden gezählt, das sind 29,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Auch weniger Amerikaner kamen – 13 Prozent weniger Übernachtungen (65.000). Und weniger Italiener: Hier waren es nur 59.000 Übernachtungen, ein Minus von 32,8 Prozent!

Auch der Einzelhandel verspürte deutliche Einbußen: „Die Geschäfte berichten von zehn bis 20 Prozent Umsatzeinbußen, allerdings hat sich die Lage seit zwei Wochen normalisiert“, so Bernd Ohlmann vom Bayerischen Einzelhandelsverband.

Ähnliches berichtet Bürgermeister Schmid. Und er unterstreicht: „München ist und bleibt eine sichere Stadt.“ Das habe sich einmal mehr während des Oktoberfestes gezeigt. Und das soll auch so beim Christkindlmarkt so sein. Demnächst werden sich die Vertreter von Wirtschaftsreferat, KVR, Polizei und Feuerwehr treffen, um sich darüber auszutauschen, ob das Konzept mit privaten Sicherheitsleuten und mehr Überwachungskameras ausgebaut werden soll. Ob es auch Poller und Taschenkontrollen gibt? Schmid: „Darüber werden wir uns erst noch unterhalten.“

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