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Von den Streiks beeinträchtigt: In den Kliniken wird am Dienstag mit weniger Personal gearbeitet.

Auch Krebsoperationen werden verschoben

Wegen Warnstreiks: Heute nur Not-OPs in Kliniken! 

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    Sascha Karowski
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München - Die Gewerkschaft Verdi ruft zu Streiks auf. Davon sind auch die Münchner Klinken betroffen. Am Dienstag werden deshalb nur Not-Operationen durchgeführt.

Krise in den Kliniken: Die Gewerkschaft Verdi hat für diesen Dienstag Warnstreiks angekündigt. Und das hat enorme Konsequenzen - unter anderem für den OP-Betrieb in Münchens Krankenhäusern. Sogar Krebsoperationen werden verschoben. In einem internen Schreiben, das der tz vorliegt, heißt es aus Großhadern: „Der aktuelle Warnstreik trifft uns kurzfristig und nicht planbar. Es wird für uns alle keine leichter Tag werden!“ An beiden Standorten werde es zu erheblichen Einschränkungen im OP-Betrieb kommen.

Dort gilt von 6 bis 7.30 Uhr am Mittwoch eine Notdienstvereinbarung. Bedeutet: Operiert werden nur Notfälle, Kinder oder speziell vorbereitete Patienten. Alle anderen müssen sich gedulden.

Die tz weiß: Ähnlich läuft es auch am Klinikum rechts der Isar. „Wir gehen davon aus, dass mindestens jede zweite geplante OP ausfällt. Wir arbeiten mit dem Notfallprogramm“, sagt ein Klinikdirektor.

Verdi ruft zum Streik auf.

Auch Unis und Deutsches Museum betroffen

Neben den Kliniken sind die LMU, die TU, das Deutsche Museum und das Deutsche Herzzentrum betroffen. Gestreikt wird zudem an der Bayerischen Staatsoper, beim Staatsschaupiel, beim Theater am Gärtnerplatz, an der Theaterakademie sowie an Land- und Amtsgericht. Zudem beteiligen sich Mitarbeiter der Autobahndirektion Südbayern und der Autobahnmeistereien sowie der Bayerischen Seen- und Schifffahrtsverwaltung.

Der Demo-Zug startet um 11 Uhr vor dem DGB-Gewerkschaftshaus, wird dann durch die Innenstadt bis zur Uni ziehen. Dort steigt eine Kundgebung.

Es geht um sechs Prozent mehr Gehalt

Hintergrund der Warnstreiks sind laut Gewerkschaften, dass auch in der zweiten Verhandlungsrunde die Bundesländer offenbar kein Angebot für eine Erhöhung der Gehälter und Besoldungen ihrer Beschäftigten und Beamten vorgelegt haben. Verdi und die Gewerkschaft der Polizei fordern eine Gehaltserhöhung von sechs Prozent. Münchens Verdi-Chef Heinrich Birner: „Die Beschäftigten des Freistaats, die im Ballungsraum München leben, brauchen eine ordentliche Einkommenserhöhung. Ansonsten haben sie angesichts der derzeitigen Preissteigerungen von rund 1,8 Prozent mit realen Einkommensverlusten zu kämpfen.“

Das sieht auch GdP-Bundesvorsitzender Oliver Malchow, so: „Der öffentliche Dienst darf in der Einkommensentwicklung nicht länger hinter der Privatwirtschaft hinterherhinken.“

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