Polizei fahndet mit Hochdruck

Acht Brände in zehn Tagen: Wer ist der irre Feuerteufel?

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Es hat ganz unverdächtig angefangen, aber spätestens nach dem dritten Brand im selben Gebiet war klar: Da stimmt was nicht! Das macht jemand mit Absicht!

München - Mittlerweile hat der Brandstifter im Münchner Osten an acht verschiedenen Stellen innerhalb von zehn Tagen gezündelt und zigtausende Quadratmeter Wald und Wiesen zerstört. Anwohner, Feuerwehr und Polizei fragen sich: Wer ist der irre Feuerteufel?

Acht Brände in zehn Tagen - doch keine Spur vom Täter.

Nach der lang anhaltenden Trockenheit hatte der Zündler leichtes Spiel, konnte vermutlich ohne Brandbeschleuniger, nur mit einem Streichholz oder Feuerzeug bewaffnet, schnell Feuer entfachen. Die Schadenssumme liegt insgesamt im fünfstelligen Bereich. Obwohl es nach dem letzten Brand am Montagnachmittag endlich geregnet hat und in den kommenden Tagen weiterer Niederschlag kommen soll, ist die Polizei weiter in höchster Alarmbereitschaft, berichtet Sprecher Werner Kraus: „Wir sind mit Beamten in diesem Bereich unterwegs.“ Die Polizei sucht auch per Twitter nach Zeugen.

Nach wem genau die Polizei fahndet, ist noch nicht klar: „Wir haben verschiedene Asservate, also Gegenstände, an den Tatorten sichergestellt, die Ermittlungen laufen“, sagt Kraus – „aber es gibt aktuell noch keine Anhaltspunkte. Es kann sich um einen Dumme-Jungen-Streich handeln. Der Täter kann aber theoretisch auch irgendeine Beziehung zu den dortigen Waldbesitzern haben. Oder es ist einfach jemand, der Spaß daran hat, wenn es brennt.“ Man wisse nicht einmal mit Sicherheit, ob es sich um einen einzelnen Feuerteufel handelt. Kraus: „Es könnten auch Trittbrettfahrer am Werk sein.“

Münchner Wiesen in Flammen - Polizei fahndet nach dem Brandstifter 

Die Anwohner in den Orten Waldperlach, Trudering und Grasbrunn wollen nur, dass der Feuerteufel bald ins Netz geht. „Glücklicherweise waren bislang keine Menschen betroffen“, sagt Marina Culesker (44) zur tz. Sie ist die Wirtin des Gasthofs Gut Keferloh in Grasbrunn, in dessen Nähe es gleich zwei Mal in den vergangenen Tagen gebrannt hat – am Samstag und am Montag. Die Feuerwehr habe den Hydranten auf dem Gelände für die Löscharbeiten genutzt. Beim zweiten Mal sei „sehr viel Polizei“ vor Ort gewesen. „Die haben alles durchsucht. Es ist für mich nicht nachvollziehbar, dass jemand so etwas macht. Ich hoffe, dass die den Täter bald kriegen und dass das Ganze ein Ende hat.“

nba

Rubriklistenbild: © tz

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