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Melanie M. (35).

Gericht bleibt hart

Revision abgelehnt: Wiesn-Messerstecherin bleibt im Gefängnis

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Melanie M., die einen Wiesn-Besucher mit einem Messer angegriffen hatte, muss ihre Hoffnungen auf eine vorzeitige Haftentlassung begraben, denn ihre Revision scheiterte auch vor dem Bundesgerichtshof.

München - Bitterlich hatte sie geweint und die Tat stets bestritten. Aber alles Lamentieren hatte nichts geholfen: Im August 2016 sprach das Landgericht München I eine harte Strafe gegen Melanie M. (35) aus. Zu vier Jahren und sechs Monaten Haft wurde die dreifache Mutter verurteilt, weil sie einen Besucher auf der Wiesn mit einem Messer attackiert hatte.

So war einer der spektakulärsten Prozesse der vergangenen Jahre zu Ende gegangen. Natürlich nicht ohne den Hinweis der Verteidiger, dass sie eine Revision prüfen wollen. Und die Verteidiger waren nicht irgendwer: Mit Steffen Ufer, Gerhard Strate und Annette Voges hatte Melanie M. drei der bundesweit besten an ihrer Seite. Aber auch vor dem Bundesgerichtshof (BGH) hatten sie keinen Erfolg: Wie die obersten Richter kürzlich entschieden, wird das Revisionsgesuch abgelehnt. Offiziell, weil die Revision „unbegründet“ sei.

Wurde Täterin zuerst angegriffen?

Die Wiesn-Messerstecherin kommt also nicht vorzeitig frei und muss ihre Strafe absitzen. Mit der Entscheidung des Bundesgerichtshofes ist das Urteil des Landgerichts nun rechtskräftig.

Richter Norbert Riedmann hatte die Tat im vergangenen Jahr als versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung gewertet. Obwohl Melanie M. stets beteuert hatte, dass der später Geschädigte sie angegriffen hatte, bevor sie zustach. Aber das Gericht glaubte ihr nicht.

Auch der millionenschwere Freund von Melanie M., ein Hamburger Geschäftsmann, konnte dagegen nichts ausrichten. Zwischenzeitlich war er selbst verhaftet worden, weil er einen Zeugen mit einer Zahlung von 200.000 Euro geschmiert haben soll. Er kam wieder frei. Danach wurde es still um ihn. Mehrfach durfte er Melanie M. im Gefängnis besuchen. Sie wird dort noch länger bleiben müssen.

thi

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