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Oma Ella begeisterte mit über 100 Jahren auf dem Teufelsrad die Wiesn-Besucher.

Sie begeisterte die Münchner

Wiesn-Stammgast mit 105: Oma Ella ist tot

München - Mit über 100 Jahren wagte sie sich noch auf das Teufelsrad und begeisterte die Massen: "Oma Ella", der wohl älteste Wiesn-Stammgast, ist gestorben.

Das große Karussell des Lebens: Jetzt hat es endgültig angehalten … Im Alter von 105 Jahren ist Eleonora Kastner gestorben – jene Dame, die wir auch als Wiesn-Oma Ella kannten. Die Seniorin, die auch im hohen Alter noch jedes Jahr aufs Oktoberfest ging, schlief in ihrer Wahlheimat Berlin friedlich ein. Enkel Günther, bei dem sie wohnte, sagte am Mittwoch: „In der vergangenen Nacht verstarb sie im Kreise ihrer Lieben und mit einem Lächeln im Gesicht. Selbst im Tod zeigte sie uns nochmals ihr Lachen.“ Ella war mit einem fiebrigen Infekt in die Klinik gekommen, wenig später versagte ihr Körper den Dienst. Erst kurz zuvor, am 7. Januar, hatte die Wiesn-Oma noch ihren 105. Geburtstag gefeiert.

Rückblende: Wir sehen Ella im Alter von 103 Jahren, wie sie jauchzend mit der Krinoline fährt (das historische Karussell ist rund 15 Jahre jünger als sie). Sie winkt, sie lacht – und nach dem Aussteigen schwärmt sie: „Ich freue mich von ganzem Herzen, dass ich das mitmachen darf.“ Und, an die Leute rundrum gewandt: „Ich wünsche euch alles Gute und Segen.“ Überhaupt: die Leute … Ella war immer ein offener Mensch, ging gern auf andere zu. Über ihre Wiesn-Leidenschaft sagte die gebürtige Kelheimerin: „Ich mag die vielen Menschen, die mir ins Gesicht schauen und mir ein Lächeln schenken.“ Das war der Grund, warum sie jedes Jahr von Berlin nach München fuhr, extra wegen der Wiesn. Und es war auch der Grund für eine Reihe anderer Gaudi, die man einer über 100-Jährigen nicht zutrauen würde. Treffen mit Musik-Paradiesvogel Conchita Wurst, Reise nach Bhutan – alles hat sie noch im hohen Alter gemacht.

Vielleicht ist es ja gerade ihre quirlige Art gewesen, die die gelernte Friseurin so alt hat werden lassen … Ella hat mal gesagt: „Niemand weiß, wann er Abschied nehmen muss. Deswegen will ich Party machen …“

Diese Einstellung hat ihr viel Respekt eingebracht. Bei Facebook gibt’s bereits ein Kondolenzbuch für Oma Ella. Dort heißt es von einem Bekannten: „Sie war eine bemerkenswerte und lebensfrohe Frau. Ich finde es bewundernswert, wie sie ihre letzten Jahre noch voll ausgekostet hat.“

Hier sehen Sie Oma Ellas Auftritt auf dem Teufelsrad.

kg

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