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Totalschaden: Herbert W. landete mit seinem Dacia auf dem Isarring in der Leitplanke.

Großer Polizeieinsatz

Verfolgung am Isarring: Täter bereits in Todes-Unfall verwickelt

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Mit einem Warnschuss und Pfefferspray hat die Polizei am Mittwochmorgen die Amokfahrt eines betrunkenen Kraftfahrers (66) beendet. Herbert W. droht nun eine längere Haftstrafe.

München - In der Ehe des Kraftfahrers kriselt es schon länger. Seine Frau, die in Haidhausen lebt, hat wegen häuslicher Gewalt ein Kontaktverbot erwirkt. Nur eines von offenbar mehreren Problemen, die Herbert W. zuletzt hatte. Vergangenes Jahr im August überrollte er am Steuer eines Lkw in Ebersberg eine Radfahrerin (59). Sie war sofort tot. Ein Abbiegeunfall. Einen Monat musste er dafür den Führerschein abgeben.

Am Mittwoch war Herbert W. in einem Dacia Duster unterwegs. Anwohner verständigten um 1.40 Uhr die Polizei, weil der Dacia auf der Preysingstraße in einen Bauzaun geknallt war. Als die Beamten kamen, war das Auto weg. Aber ein Nummernschild lag noch da.Um 4.30 Uhr fuhr die Polizei bei der Ehefrau vor. Der Dacia stand vor dem Haus, am Steuer schlief der betrunkene Herbert W. Angesichts des Polizeifahrzeugs schloss er sich im Auto ein und raste los.

Erst das Pfefferspray brachten den Fahrer zur Vernunft

An der Kreuzung Orleans-/Rosenheimer Straße stand ein Polizeiwagen quer. Der 66-Jährige wendete und raste über die Orleans-, Grillparzer- und Mühlbaurstraße in den Richard-Strauss-Tunnel, verfolgt von mehreren Streifenwagen. Auf dem Isarring kurz vor der Ausfahrt Tucherpark versuchte Herbert W., einen Streifenwagen zu rammen und knallte selbst gegen Bordstein und Leitplanke. Sechs Polizisten umringten das Fahrzeug. Doch Herbert W. stieg nicht aus. 

Stattdessen holte er ein Taschenmesser aus dem Handschuhfach. Ein Polizist gab einen Warnschuss in die Luft ab. Mit Nothämmern schlugen die Beamten die Scheiben ein. Mehrere Ladungen Pfefferspray brachten Herbert W. zur Vernunft. Er streckte die Arme aus dem Fenster und ließ sich aus dem Auto ziehen. Aufgrund der Fülle der Delikte – unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, Widerstand, Körperverletzung, gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, Gefährdung infolge von Alkohol, unbefugter Gebrauch eines Kraftwagens – hat die Staatsanwaltschaft Haftbefehl beantragt. Der Isarring war bis 7.35 Uhr Richtung Westen gesperrt. Der Berufsverkehr war stark beeinträchtigt.

dop/thi

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