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Viele Aufgaben: Eine Polizistin überwacht eine Demo.

CSU will mehr Polizisten für München

München - CSU-Politiker wollen die Münchner Polizei mit mehr Personal ausstatten. Die Abgeordneten dringen auf eine Neuberechnung des Personalbedarfs bei den Ordnungshütern.

Weil die Arbeitsbelastung enorm gestiegen sei, dringen drei Landtagsabgeordnete der Christsozialen auf eine Neuberechnung der notwendigen Polizeistellen in der Landeshauptstadt. Polizeipräsident Wilhelm Schmidbauer bestätigt den akuten Bedarf in den nächsten Jahren – jedoch nicht nur in München, sondern in ganz Bayern.

Die letzte Berechnung der sogenannten Sollstärke der Polizei hat es Anfang der 90er-Jahre gegeben. Seitdem, so die Abgeordneten Otmar Bernhard, Andreas Lorenz und Joachim Unterländer, habe sich die Belastung für die Polizei in München „massiv verändert, ohne dass dem bei der Personalstärke Rechnung getragen wurde“. So sei die Zahl der Einsatzstunden zwischen 1999 und 2009 um fast 48 Prozent gestiegen, während die Zahl der verfügbaren Kräfte um 7,6 Prozent zurückgegangen sei. Schmidbauer bestätigte diesen Trend: „Erst in den kommenden Jahren wird sich die Lage wieder bessern.“ Eine Neuberechnung der Sollstärken sei ein „grundsätzlich geeignetes Mittel“ zur Verbesserung der Situation. Der entscheidende Punkt sei allerdings die Verstärkung der Polizei in ganz Bayern – und nicht nur in München.

Die CSU sieht in der Landeshauptstadt eine „massive Mehrbelastung“ durch immer mehr Einsätze, wie Fußballspiele und Demonstrationen, sowie durch die steigende Einwohnerzahl. Hinzu kämen „soziale Zusatzaufgaben“ wie etwa die Opfernachsorge und die Kooperation mit Sozialbehörden.

Erschwert werde die Situation zusätzlich durch den „kontinuierlichen Verlust an Erfahrung und Ortskenntnis durch die hohe Fluktuation“. Nach der Ausbildung würden viele Polizisten die erste Gelegenheit ergreifen, in ihre Heimat außerhalb Münchens zurückzukehren, weil dort die Lebenshaltungskosten geringer seien.

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