Arbeiten sollen 2018 beginnen

Neuer Viktualienmarkt: Das wünschen sich die Münchner

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München - Dem Viktualienmarkt steht 2018 ein großer Umbau bevor. Doch was vermissen die Münchner überhaupt auf dem großen Areal? Wir haben uns umgehört.

Seit Monaten erhitzt das Thema Viktualienmarkt-Sanierung die Gemüter. Immerhin: Der Komplettabriss ist vom Tisch. Einige Planen und Markisen sollen weichen, auch die Keller müssen modernisiert werden. Im Juli 2018 sollen die Arbeiten beginnen. Bislang haben vor allem die Händler und Vertreter der Stadt diskutiert. Seit Dienstag dürfen auch die Bürger mitreden: Der Info-Pavillon im alten Gewürzstandl neben dem Biergarten öffnet nun immer dienstags und donnerstags von 14 bis 18 Uhr. Die Mitarbeiter sind offen für Wünsche und Anregungen. Die tz hat sich unter den Münchnern am Markt umgehört: Was soll gemacht werden? Was muss bleiben? Und was wären ihre Ideen bei einer Neugestaltung?

Anlaufpunkt für Münchner wie Touristen: Der Viktualienmarkt liegt ganz in der Nähe vom Marienplatz.

Anton Neumeier (70) mit Therese Ruby (69), Rentner aus Ramersdorf: „Auf alle Fälle braucht es mehr Toiletten. Und der Maibaum muss wieder her! Die Stadt könnte außerdem etwas gegen die vielen Tauben hier machen. Die Keller gehören bestimmt auch saniert. Ich war da vor 50 Jahren mal unten, und da hat sich ja offenbar nicht viel geändert … Hauptsache, der Markt wird nicht g’schleckert!“

Carolin Strauhal (32), Sporttherapeutin aus dem Lehel: „Wenn ich entscheiden könnte, würde ich noch ein Café-Standl bauen. Mobile Stände, die gesunde Speisen wie etwa Garküche anbieten, wären auch toll. Ansonsten fände ich es schade, wenn sich etwas ändert. Feste Häuser würden den Flair zerstören. Wo gibt es noch sowas Unkompliziertes ? Hier kann man einfach schauen, muss nicht unbedingt etwas kaufen, das muss bleiben.“

Peter Triessl (47), Bauingenieur aus Obermenzing: „Stil und Farbe der Stände müssen bleiben, die Blechdächer auch. Bitte keine Flachdächer bauen! Wegen des Brandschutzes müssen sich die Stände nicht verändern. Die Feuerwehr bräuchte vielleicht noch ein paar Hydranten, sie muss aber nicht überall durchfahren können! Der Wildwuchs soll bleiben. Ich will keinen sauber parzellierten Markt!“

Karin Dietl (69), Rentnerin aus Sendling: „Die Planen und Markisen dürfen weg. Das erinnert ein wenig an einen Bazar hier… Sanierung muss sein, die Standl sind nun mal sehr alt. Aber Optik und der Flair sollten hierher passen. Der Holzstil bei den Standln sollte beibehalten bleiben. Ich könnte mir eine richtig urig-bayerische Gestaltung vorstellen, so wie bei Holzhütten auf dem Berg.“

Hans Zürnstein (70), Rentner aus Geretsried: „Auf gar keinen Fall dürfen hier Betonklötze statt der Standl hinkommen! Auch die Planen und Markisen sind wichtig. Die Händler sind so geschützt gegen Wind und Wetter - und das Obst und Gemüse würde ohne Schutz in der Sonne sofort zusammenfallen. Ich komme seit 40 Jahren hierher, und da hat sich nicht viel geändert - das soll auch so bleiben!“


Christiane Breul (30), PR-Assistentin aus der Maxvorstadt: „Gerade die kleinen Gassen müssen bitte bleiben. Ich wünsche mir, dass etwas gegen den Geruch aus der Müllanlage gemacht wird. Und vielleicht kann man den Platz davor einladender gestalten. Mehr Toiletten und Sitzgelegenheiten wären schön. Die alten Verkäufer, deren Beratung einmalig ist, dürfen nicht gegen Hipster ausgetauscht werden!“

nba/Video: snacktv

Rubriklistenbild: © Jantz

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