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Zahl der Arbeitslosen in Bayern sinkt auf 270 200

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Nürnberg - Mit einer Arbeitslosenquote von 4,1 Prozent hat Bayern erstmals seit September 2001 wieder mit dem Nachbar-Bundesland Baden-Württemberg gleichgezogen. Die Quote im Freistaat ging im Mai um 0,3 Punkte zurück und liegt damit um 1,2 Punkte unter dem Vorjahresniveau, berichtete die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Nürnberg.

Die absolute Zahl der Arbeitslosen in Bayern ist im Mai um 21 600 auf 270 200 gesunken. Das waren 77 700 weniger als vor einem Jahr. "Wir haben in einigen Agenturbezirken in Bayern Tendenzen zur Vollbeschäftigung", erklärte der Chef der Regionaldirektion, Rainer Bomba. Mit Freising, Ingolstadt, Donauwörth und Memmingen gebe es bereits vier Agenturbezirke mit einer Quote von unter drei Prozent. An der Spitze liegt Hof mit 6,9 Prozent. Die Arbeitslosigkeit sei aber auch in den strukturschwachen Gebieten in Oberfranken und der nördlichen Oberpfalz deutlich gesenkt worden.

Arbeitsministerin Christa Stewens (CSU) sprach von einem stabilen Hoch auf dem Arbeitsmarkt. Mit einem Rückgang der Arbeitslosigkeit um 22,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr stehe Bayern an der Spitze aller 16 Bundesländer, sagte die Ministerin laut einer Mitteilung. Erfreulich ist laut Stewens der überproportionale Rückgang der Arbeitslosigkeit bei den Jugendlichen. Ministerpräsident Günther Beckstein bewertete die Zahlen als "großartigen Erfolg für alle Bürger Bayerns". Trotz der beeindruckenden Entwicklung sei das Arbeitskräftepotenzial auch im Freistaat aber noch längst nicht ausgeschöpft, erklärte Beckstein.

Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren liegt nach Angaben der Regionaldirektion mit 26 500 um 10 800 unter dem Vorjahresniveau. Auch die Älteren hätten zunehmend Chancen auf dem Arbeitsmarkt, erklärte Geschäftsführungsmitglied Franz Prast. 40 000 Arbeitslose über 55 Jahren bedeuten im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang um 12 600 oder 24,0 Prozent. Laut Prast zieht auch die Nachfrage nach Arbeitskräften im Freistaat weiter deutlich an.

Die Zahl der offenen Stellen lag im Mai mit 73 500 um gut 1000 über der im April. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich aber ein Rückgang um 10 500. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Freistaat überstieg zuletzt (im März) mit 4 470 500 den Vorjahreswert um 116 600.

dpa

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