+
Einsatz an der Sonnenstraße: Polizeibeamten im Einsatz an der Feierbanane.

Auch Rückbau der Kultfabrik als Grund

Zehn Prozent mehr Delikte auf Feierbanane

  • schließen

Auf der Feierbanane geht es hoch her - das unterstreichen auch die neuesten Zahlen der Delikte. Diese haben im vergangenen Jahr deutlich zugenommen. Dennoch scheinen die Konzepte zu greifen.

München - Fast jede Nacht Krawall, Gewalt und Betrug: Die Gesamtdeliktszahlen auf der Feierbanane in der Innenstadt zwischen Sendlinger Tor und Maximiliansplatz sind im Jahr 2016 wieder um zehn Prozent auf 1401 Delikte gestiegen. Im Vorjahr waren es noch 1271 gewesen. Aber: Die Zahl der gefährlichen Körperverletzungen ist von 156 auf 150 zurückgegangen. In 49 dieser Fälle waren Flaschen bzw. Gläser als potenziell lebensgefährliche Tatwerkzeuge im Spiel, teilt die Polizei mit.

Die Zahl der einfachen Körperverletzungen ist von 284 auf 353 gestiegen. In 200 Fällen handelte es sich um wechselseitige Körperverletzungsdelikte. Das heißt: Die Streithähne zeigten sich hinterher gegenseitig an. Kräftig gestiegen sind nach Polizeiangaben auch die Vermögens- und Fälschungsdelikte.

Feiernde ziehen wieder mehr in Innenstadt-Clubs

Die Straftaten sind damit wieder auf dem Niveau des Jahres 2014 mit 1483 Delikten. Mit verantwortlich dafür ist wohl auch der Rückbau der Kultfabrik am Ostbahnhof. Immer mehr junges Feiervolk zieht es nun in die Innenstadt-Clubs.

Dennoch scheinen die Konzepte gegen Gewalt, Drogen und Alkoholmissbrauch auf der Feiermeile in der Rückschau mehrerer Jahre zu greifen: Den Höhepunkt mit 1735 Delikten verzeichnete die Polizei vor sechs Jahren. Danach wurde das ´Projekt cool bleiben - friedlich feiern‘ ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von Polizei, Clubbetreibern, Türhütern und der Stadt München. Am Maximiliansplatz wird das Projekt am Samstag, 20. Mai, von 15 bis 22 Uhr mit viel Musik und Live-Acts im Park am Maximiliansplatz gefeiert.

Dorita Plange

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Bier-Boykott in München: Darum gibt‘s kein Löwenbräu & Co.
Kein Löwenbräu, kein Spaten, kein Franziskaner: In Münchens Getränkemärkten rumort es. Die Kette „Fristo“ hat alle Marken des Braukonzerns AB InBev aus dem Sortiment …
Bier-Boykott in München: Darum gibt‘s kein Löwenbräu & Co.
Mit gefälschten Kreditkarten geshoppt: Polizei nimmt Student fest
Luxushandtaschen und teure Uhren im Wert von 18.000 Euro haben vier Männer in München eingekauft, alles mit gefälschten Kreditkarten. Doch einer machte einen Fehler - …
Mit gefälschten Kreditkarten geshoppt: Polizei nimmt Student fest
Munich Mash: Wakeboard-Finale wegen des Wetters verschoben
Wegen der Wetterlage müssen die Organisatoren beim Munich Mash umplanen: Das Wakeboard-Finale wird nach hinten verschoben. Aber es gibt einen Lichtblick.
Munich Mash: Wakeboard-Finale wegen des Wetters verschoben
Tausende lauschen „Oper für alle“ am Max-Joseph-Platz
Mit einem Eröffnungskonzert unter freiem Himmel haben am Samstagabend die Münchner Opernfestspiele begonnen.
Tausende lauschen „Oper für alle“ am Max-Joseph-Platz

Kommentare