Bahnunfälle in München

Zwei Männer von Zügen getötet - Unbekannter identifiziert

Gleich zwei tödliche Bahnunfälle ereigneten sich vergangenen Freitagmorgen in München. In beiden Fällen wurden Männer von Zügen getötet.

Fall 1: Unbekannter Mann frontal von Zug erfasst

Update vom 9. August: Der unbekannte Tote wurde mittlerweile identifiziert. Laut Polizei handelt es sich um einen 36-jährigen Mann aus Montenegro. Es wird von einem Unfall ausgegangen. 

München - Nach derzeitigem Ermittlungsstand lief am Freitagmorgen gegen 7.15 Uhr ein derzeit noch unbekannter Mann inmitten des rechten Gleisstrangs im Kurvenbereich der Bahnstrecke Donnersberger Brücke/Heimeranplatz. An dieser Stelle ist der Bereich viergleisig. Warum der Mann auf den Gleisen lief und wohin er wollte, ist ebenfalls noch nicht geklärt. 

Zur selben Zeit fuhr ein 22-jähriger Triebwagenführer mit dem Regionalzug München-Mühldorf auf dem rechten Gleis in Richtung Süden. Als er den Fußgänger wahrnahm, leitete er sofort eine Notbremsung ein und gab ein Alarmsignal ab. Der Fußgänger hörte das Signal, drehte sich noch nach dem Zug um und wollte das Gleis offenbar nach links verlassen. Dies gelang jedoch nicht mehr. Er wurde von der Front des Zugs erfasst und erlitt tödliche Verletzungen. 

Der Zugführer und die etwa 40 Fahrgäste blieben unverletzt, wurden aus dem Zug evakuiert und durch die Feuerwehr sicher über die Gleise zum Heimeranplatz begleitet. Zur Unfallaufnahme waren die Gleise für 2,5 Stunden in beide Richtungen gesperrt. 

Beschreibung des Unbekannten: Bei dem Getöteten handelt es sich um einen etwa 40 bis 45-jährigen Mann, südländischer Typ mit kurzen, dunklen Haaren. Er ist 170 cm groß, kräftige Statur und trug zur Unfallzeit blaue Jeans und eine helle Oberbekleidung. 

Zeugenaufruf: Personen, die Angaben zu dem unbekannten Toten machen können, werden gebeten, sich mit dem Unfallkommando, Tegernseer Landstr. 210, Tel. 089/6216- 3322 in Verbindung zu setzen.

Fall 2: Münchner (52) tot neben Gleis gefunden

München - Kurz nach 8 Uhr ereignete sich ein weiterer, tödlicher Bahnunfall, dieses Mal in Allach. Nach derzeitigem Ermittlungsstand lief ein 52-jähriger Münchner verbotswidrig neben dem rechten der sieben Gleise an der Krauss-Maffei-Straße. Von wo aus er den Gleisbereich betrat und wohin er wollte, ist nicht bekannt. 

Ein Angestellter eines Unternehmens sah von seinem Bürofenster aus einen leblosen Körper neben den Gleisen liegen und verständigte die Rettungskräfte, die jedoch nur noch den Tod des Münchners feststellen konnten. Offenbar war er von einem noch nicht bekannten Zug erfasst und sofort getötet worden. 

Bei dem Gleiskörper, an dem sich der tödliche Unfall ereignete, handelt es sich um ein überregionales Gleis, das auch von ICE Zügen der Deutschen Bahn befahren wird. Entsprechende Ermittlungen nach dem betroffenen Zug wurden eingeleitet. Die Gleise waren im Rahmen der Unfallaufnahme für ca. 1,5 Stunden gesperrt.

Rubriklistenbild: © Marcus Schlaf

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