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Straße soll nach S-Bahn-Opfer Brunner benannt werden

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Dominik Brunner soll eine Straßegewidmet werden.

München - Dominik Brunner, der am S-Bahnhof Solln von zwei Jugendlichen zu Tode geprügelt wurde, soll nie in Vergessenheit geraten. Dafür setzt sich nun auch der örtliche Bezirksaussschuss ein.

Die Lokalpolitiker wollen in Gedenken an den Verstorbenen künftig besonders couragiertes Verhalten im Stadtbezirk würdigen. Zudem soll auf dem Bahnsteig eine Gedenktafel aufgestellt und eine Straße nach dem Getöteten benannt werden.

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Bei der Gedenkfeier für Dominik Brunner hatte der Bezirksausschuss-Vorsitzende Hans Bauer (SPD) es bereits angekündigt: Er werde anregen, künftig Zivilcourage im Stadtbezirk auszuzeichnen. Jetzt legte er im BA einen Antrag vor, der einstimmig abgesegnet wurde. Ziel ist zunächst die Gründung eines Gremiums, das für den Bezirksausschuss die formelle und inhaltliche Vorgehensweise erarbeitet. Bestehen könnte dieses Bündnis laut Antrag aus Vertretern des BA, der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden, der Deutschen Bahn, der Polizei sowie anderen Personen. Außerdem bittet der BA die Bahn, am Tatort eine würdige Gedenktafel zu errichten, und die Stadt München, ein Teilstück der Diefenbachstraße in Dominik-Brunner-Platz umzubenennen.

Solln: Trauerfeier für Dominik Brunner

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Solln dürfe aufgrund des Vorfalls nicht stigmatisiert werden, die Tat hätte überall passieren können, sagte Bauer. Darauf verwies auch Reinhold Wirthl (CSU). Er berichtete über ein Treffen mit Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler. Dort sei über die Idee diskutiert worden, zusammen mit Prominenten ein stadtweites Aktionsbündnis für mehr Zivilcourage auf die Beine zu stellen. Wirthl verwies darauf, dass es bereits mehrere Institutionen gebe, die Zivilcourage würdigten.

Vertreter anderer Fraktionen sprachen sich dennoch für Bauers Vorschlag und damit für ein Bündnis auf örtlicher Ebene aus. „Es ist hier passiert und darauf reagieren wir“, sagte Peter Sopp (Grüne). Offen ist noch, wie oft und in welcher Form Würdigungen vorgenommen werden. Bauer: „Wir wollen nicht vergessen, was passiert ist, und Menschen ermutigen, Zivilcourage zu beweisen.“

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