In die Jahre gekommen: Das Krankenhaus Harlaching soll ab nächstem Jahr einen Neubau erhalten. Foto: Marcus Schlaf

Alles neu in Harlaching

München - Voraussichtlich ab 2012 soll das städtische Krankenhaus Harlaching weitgehend neu gebaut werden. Der Stadtrat hat für das 266 Millionen Euro teure Projekt den Weg freigemacht.

Damit kann die städtische Klinik GmbH auch mit üppigen Zuschüssen des Freistaats rechnen. Insgesamt soll Bayern 205 Millionen Euro zu dem Vorhaben beisteuern.

Der Umbau des Klinikums am Rande des Perlacher Forstes steht bereits seit 1999 auf dem Plan. Nun, zwölf Jahre später, wird er konkret. Auf dem weitläufigen Areal sollen Neubauten die alten Häuser ersetzen. Die denkmalgeschützten Genäude werden aber erhalten. Die städtische Klinik GmbH, zu der neben Harlaching auch die Krankenhäuser Bogenhausen, Neuperlach und Schwabing zählen, will so mehr Komfort für Patienten schaffen und dennoch dauerhaft Kosten sparen. Im nächsten Jahr sollen die Arbeiten in Harlaching beginnen. 2015 könnte dann der erste Bauabschnitt in Betrieb gehen. Bis 2020 soll das Vorhaben abgeschlossen sein.

Seit Jahren laufen die Verhandlungen über die Finanzierung. Weil Mitte Februar der Ministerrat über die Aufnahme der beantragten Maßnahmen in das Krankenhausbauprogramm berät, war nun eine schnelle Zustimmung des Stadtrats erforderlich. FDP und Freie Wähler meldeten jedoch Bedenken an. „Es fehlt ein Gesamtkonzept für das städtische Klinikum“, sagte FDP-Stadtrat Otto Bertermann. Bestimmte Abteilungen wie die Kardiologie halte das Stadtklinikum nun vierfach im Stadtgebiet vor. Dem widersprach Gesundheitsreferent Joachim Lorenz (Grüne): „Die Schwerpunkte sind mit den anderen Häusern abgestimmt.“ Harlaching sei ein zentrales Krankenhaus mit wichtigen Abteilungen wie dem Traumazentrum, der Neurochirurgie und einer Abteilung für Schlaganfall-Patienten. Deshalb sei auch der Freistaat zu einer hohen Förderung bereit. Die Klinik GmbH muss für das Bauvorhaben rund 45 Millionen Euro an Krediten aufnehmen. mk

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