Umbau sorgt für Diskussionen

Streit um Haltestelle Autharistraße: Baureferat hat entschieden

Harlaching - Zwei Münchner Stadträte sahen im Umbau der Bushaltestelle Autharistraße "Geldverschwendung" und gingen dagegen vor. Das Baureferat lehnte ihren Antrag jetzt ab.

Anwohner fragen sich öfter, inwieweit Umbaumaßnahmen an Münchner Bushaltestellen wirklich sinnvoll sind. So ging es wohl auch den Stadträten Dr. Reinhold Babor und Manuel Pretzl. Ihnen ging es um den Ausbau der Bushaltestelle Ecke Seybothstraße/Autharistraße. Sie stellten einen Antrag gegen den Umbau. Diesen hat das Baureferat nun abgelehnt, da die neugeplante Haltestelle die beste Lösung sei.

In dem Antrag von Anfang Juli hatten die Stadträte den Rückbau der Haltestelle gefordert, da dies eine "überflüssige und eine sinnlose, kostspielige Baumaßnahme" sei. Da der Bus jetzt direkt auf der Straße halte, würden sowohl der normale Verkehr als auch Notfallfahrzeuge auf dem Weg vom oder zum nah gelegenem Krankenhaus behindert werden.

Größere Busse sind der Grund für den Ausbau

Das Baureferat hat jetzt darauf geantwortet: Wegen den Neubaugebieten (Hochäckerstraße und Messestadt Riem) auf der Strecke des Busses 139 zwischen Messestadt West und dem Klinikum Harlaching würden mehr Fahrgäste erwartet. Deshalb will die MVG, dass es möglich ist, die Strecke mit sogenannten Buszügen, also größeren Bussen mit einer Länge von 23 Metern, anzufahren. Deshalb müsse auch die Haltestelle auf 23 Meter verlängert werden.
Wegen den Einfahrten rund um die bisherige Haltestelle musste der Bushalt auch an eine andere Stelle verlegt werden.

Straße wird nicht enger

Die im Antrag der Stadträte genannte Straßen-Einengung ist laut dem Baureferat nicht gegeben. Zwar werde der Gehweg weiter in die Straße verlängert, aber nur soweit, wie auch die bestehenden, markierten Parkplätze reichten. Damit werde die eigentliche Fahrbahn in keiner Weise schmaler. Auch die Behinderungen durch haltende Busse seien geringfügig. Einerseits, weil die Busse nur im 20-Minuten-Takt fahren würden, und andererseits, weil die Busse nach einer Auswertung der MVG nur knapp elf Sekunden halten würden.

Neue Haltestelle schützt das Stadtbild

Dass der Bus jetzt auf der Fahrbahn hält, hat laut einer Ergänzung der MVG sogar Vorteile für das Stadtbild: Die nötigen neuen 23-Meter-Busse können so gerade an die Haltestelle heranfahren: Wenn die Busse, wie bisher, in eine sogenannte Busbucht einschwenken müssten, bräuchte man jetzt auch mehr Platz für dieses Fahrmanöver. Dadurch würden Parkplätze wegfallen und es müssten Bäume gefällt werden. 

Mit der neuen Haltestelle werde also letztendlich auch der Allee-Charakter der Seybothstraße gesichert.

rs

Rubriklistenbild: © Haag Klaus

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