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Ab in die Kiste: Dank Training stieg Nela problemlos in die Transportkiste. 

Eisbärenkinder verlassen München

Abschied aus Hellabrunn: Nela & Nobby sind umgezogen!

München - Der Zoo hatte es angekündigt, am Dienstag war es dann soweit: Die Hellbrunner Eisbärenkinder Nela und Nobby sind umgezogen. In ihrem jeweiligen neuen Zuhause sind die beiden mittlerweile gut angekommen.

Am Dienstagmorgen, den 16. Februar, war es soweit: Die Hellabrunner Eisbärenzwillinge Nela und Nobby haben sich auf den Weg in andere europäische Zoos gemacht. Der Öffentlichkeit hat der Zoo das erst am Donnerstag verraten, zusammen mit der Meldung, beide seien gut im neuen Zuhause angekommen.

Wie bereits angekündigt, war es für die zwei Eisbären höchste Zeit, ihre Mutter zu verlassen und sich eigene Reviere zu suchen. Dabei war das europäische Erhaltungszuchtprogramm behilflich, das als neue Heimat für Nobby den englischen Yorkshire Wildlife Park in der Nähe von Doncaster und für Nela den Wildlands Adventure Zoo im holländischen Emmen ausgewählt hat.

Die Eisbären mussten in die Transportkiste

Seit einigen Wochen wurden die zwei Bären mit einem speziellen Kistentraining auf die Reise vorbereitet. Den Erfolg dieses Trainings konnte man am Dienstag beobachten. Nela, die als erste verladen werden sollte, ging, wie in der Trainingssituation geübt, ohne zu zögern in ihre Kiste. Von der Einstiegskiste musste sie dann noch weiter in ihre Transportbox umsteigen. Diese, für sie neue Situation, meisterte sie aber, auf Zuruf ihrer Tierpfleger, sehr schnell und souverän. Auch die Fahrt mit dem Gabelstapler und die Verladung in den LKW ließ sie relativ gelassen.

Nobby zögerte ein bisschen länger.

Nobby, der als zweiter verladen wurde, war etwas vorsichtiger und hat einige Zeit einen Fuß in der Tür gelassen. Somit mussten die Tierpfleger Geduld beweisen, bis sie die Transportkiste schließen konnten. Im Anschluss konnte auch er in den speziell ausgestatteten LKW zum Transport verladen werden. Während der Fahrt waren die Eisbären ruhig und entspannt. „Das lange Training und die Gewöhnung an die Transportkisten haben sich damit für die Tiere ausgezahlt“, erklärt Zoodirektor Rasem Baban. „Unsere Tierpfleger haben mit dem Training einen sehr guten Job gemacht. Gerade während dem Verladevorgang konnte man gut beobachten, welches Vertrauen zwischen den Eisbären und den Tierpflegern besteht“, so Baban weiter.

Der Abschied fiel natürlich nicht leicht

Für die Tierpfleger und alle Zoomitarbeiter war der Abschied nicht leicht, da die beiden in den letzten zwei Jahren allen ans Herz gewachsen sind. Auch Christine Strobl, Bürgermeisterin und Aufsichtsratsvorsitzende des Tierparks, hatte für die Eisbärenzwillinge immer ein besonderes Faible: „Nela und Nobby werden uns allen sehr fehlen. Wir wissen aber, dass in Holland und England jeweils gleichaltrige und gleichgeschlechtliche Gefährten auf Nela und Nobby warten und dies genau das Richtige ist für die beiden.“

Lesen Sie auch zum Thema: Tierisch viel zu zählen - Inventur im Tierpark Hellabrunn 

Die Kinder sind aus dem Haus: Giovanna und Yoghi sind wieder vereint.

Nela hat in Emmen nun Zeit, sich an die neue Umgebung zu gewöhnen, bevor sie die zwei gleichaltrigen Spielgefährten zum ersten Mal, noch durch ein Gitter getrennt, treffen wird. In dem neuen Zoo hat sie eine komplett neu gebaute, mehr als 4700 Quadratmeter große Eisbärenanlage zum Spielen und Toben.

Auch Nobby kann zuerst seine neue, fast 10.000 Quadratmeter große Anlage erkunden, bevor er gemeinsam mit einem weiteren, männlichen Eisbären eine Junggesellen-Gruppe gründen wird.

Mit den Eltern Giovanna und Yoghi können die Tierparkbesucher in München auch weiterhin Eisbären hautnah erleben. Schon seit Weihnachten 2015 hält sich Giovanna wieder gemeinsam mit Yoghi auf einer Anlage auf. Die beiden verstehen sich wieder hervorragend.

Auf dem YouTube-Kanal des Tierparks, gibt es ein Video von der Verladung der beiden Eisbären.

Eisbärenbabys machen Felsen unsicher - Die Bilder

pm/mm/tz

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