Ein grüner Deckel über die Lindauer Autobahn?

München - Der Lärm und der Schmutz der A 96 der Rathaus-CSU. Jetzt hat sie eine kurioses Vorhaben vorgestellt: Die Autobahn soll einen grünen Deckel bekommen, die Gegend zum Erholungsgebiet werden.

Die CSU-Fraktion im Rathaus möchte gegen Lärm und Abgase an der A96 München-Lindau vorgehen und aus dem Areal im Stadtgebiet einen Erholungsraum machen. Wie das gelingen soll? Mit einem grünen Deckel auf der Autobahn. Einen entsprechenden Antrag zur Einhausung der Straße brachte die CSU gestern in den Stadtrat ein. Es solle geprüft werden, ob und wie sich das Vorhaben realisieren und finanzieren lasse, heißt es darin. „Da mit Lärmschutzmaßnahmen an der Autobahn auf absehbare Zeit nicht zu rechnen ist, müssen wir andere Wege suchen, die Stelle zu reparieren“, sagte Josef Schmid, Vorsitzender der CSU-Stadtratsfraktion.

Die Pläne der CSU sehen vor, den im Münchner Stadtgebiet gelegenen Teil der A96 tiefer zu bauen und dann mit einem Überbau - einem sogenannten grünen Deckel - zu schließen. „Mit einer Einhausung könnten zwei Fliegen mit einem Deckel geschlagen werden“, sagte Schmid. Denn zusätzlich zum Lärmschutz würden auf dem Dach des Tunnels Flächen frei, auf denen beispielsweise dringend benötigte Wohnungen gebaut werden könnten. Mit dem Verkauf der dann frei gewordenen Flächen, so rechnet es Schmid aus, könnte die Einhausung der A96 refinanziert werden.

„Klar ist“, so der CSU-Fraktionschef, „auf einem solchen Deckel kann man nur eine Baunutzung haben, die nicht so schwergewichtig ist.“ Die Verwaltung solle deshalb nun prüfen, inwieweit tatsächlich freie Flächen genutzt werden und wie sie bei der Finanzierung des Projektes helfen könnten. Schmid verweist darauf, dass die an der A96 gelegene Gemeinde Gräfelfing ähnliche Pläne für ihren Autobahnabschnitt habe und sich deshalb Synergien für Planung und Bau ergeben könnten.

Kerstin Lottritz

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