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Die Münchner Fotografin Petra Schramböhmer hat Ende Mai ein verletztes Wanderfalkenküken entdeckt. 

In Greifvogelauffangstation

Aufgepäppelt: Münchnerin rettet verletztes Wanderfalkenküken in Harlaching

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Beim Radfahren hat die Münchner Fotografin Petra Schramböhmer Ende Mai ein verletztes Wanderfalkenküken entdeckt - und sofort gehandelt. 

Harlaching - Ein Wanderfalkenküken am Wegesrand – das ist wahrlich kein alltäglicher Anblick. Am 28. Mai entdeckte die Münchner Fotografin Petra Schramböhmer in Harlaching ein den verletzen Jungvogel. „Der Vogel saß völlig verdattert am Boden“, erinnert sich Schramböhmer. „Mir war sofort klar, dass er nicht flugfähig sein konnte.“ Sechs Wochen alt war das Falken-Mädchen zu diesem Zeitpunkt. Beim verunglückten Ausflug aus dem Horst hatte es sich einen Flügel leicht angeknickt.

Der abgestürzte Falke hatte Glück im Unglück: Weil sie einen Falkner im Bekanntenkreis hat und den Umgang mit Wildtieren gewohnt ist, wusste Schramböhmer genau, was zu tun ist. „Ich habe mir bei Anwohnern einen Karton und Handschuhe organisiert und das Tier zur Greifvogel-Auffangstation nach Otterfing gebracht“, erzählt die Fotografin.

Das sollten Sie tun, wenn Sie einen verletzten Greifvogel entdecken

Dort konnte sich der Wanderfalke in der Obhut von Alfred Aigner zehn Tage lang erholen. Der Flügel wurde stabilisiert, das Futter mit Kalk angereichert, um die Heilung zu fördern. Aigners Tipp, falls jemand einen verletzten Greifvogel entdeckt: „Rufen Sie die Polizei oder die Feuerwehr, die können das Tier zu uns bringen.“ Das passiert gar nicht so selten: 137 Greifvögel und Eulen hat die Auffangstation, die Aigner mit großem Idealismus betreibt, im vergangenen Jahr aufgenommen.

Greifvogel wieder zurück im Horst 

Während sich der Vogel in der Station erholen konnte, machte sich Schramböhmer auf die Suche nach dem Heimathorst des Tieres – und fand ihn auf dem Turm der bayerischen Landesschule für Körperbehinderte in Harlaching. Die Schüler lieben die Vögel heiß und innig und sind besonders froh darüber, dass die junge Vogeldame jetzt mit ihren Eltern und dem Bruder wiedervereint ist. Der Bruder könnte auch der Grund dafür sein, dass das Weibchen zu früh den Horst verließ, denn Falkenmännchen sind früher flügge als ihre Schwestern. Seit dem Wochenende ist der Greifvogel nun wieder bei seinen Eltern und wird sicher bald seine ersten (erfolgreichen) Flugversuche starten.

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