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Dieser Haufen Ahorn-Zweige rettete dem Kind das ­Leben

Was für ein Glück!

Fenstersturz: Baumabfall rettet Bub (1) das Leben

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München - Der kleine Imam (18 Monate) ist am Freitagabend aus einem Fenster im dritten Stock eines Hauses in der Pilgersheimer Straße in Untergiesing gestürzt. Eine typisch deutsche Vorschrift hat ihn gerettet.

Mit seinem Zwillingsbruder Eman turnte der Kleine in einem unbewachten Moment gegen 19.30 Uhr auf der Fensterbank im Schlafzimmer im obersten Stockwerk des dreistöckigen Wohnhauses herum. Und schon nahm das Drama seinen Lauf. Iman stürzte ab. Zehn Meter tief im freien Fall.

Darunter ist nur noch trockener, harter Rasen. An jedem anderen Tag wäre sein Schicksal damit wohl besiegelt gewesen. Am Freitag aber hatten Mitarbeiter einer Fach-Firma für Baumpflege die großen Bäume rings ums Haus gestutzt. Und so landete Iman relativ weich in einem großen, elastischen Nest frischer Ahornzweige.

Die Bäume rings um das Haus nahe des Candidplatzes waren zu stark in die Breite gewachsen. Einige Zweige berührten schon die Fassade. Auch für diesen Fall gibt es in Deutschland Gesetze: „Es ist eine feuerpolizeiliche Vorschrift, dass die Bäume gestutzt werden müssen. Darum kam am Freitag eine Firma für den Baumrückschnitt.“ erklärte ein Anwohner am Sonntag. Auf der anderen Seite des Hauses wurde die Laub- und Asthaufen noch am Freitag entsorgt. Unter den Fenstern der Familie glücklicherweise nicht.

Die Eltern bemerkten sofort, dass ein Zwilling fehlte. Ein Blick aus dem Fenster bestätigte die schlimmsten Ahnungen. Als der Notarzt eintraf, hockte der Vater kreideweiß vorm Haus – den weinenden Iman fest im Arm. Im Gesicht hatte der Kleine ein paar Kratzer und Schürfwunden. Auch in der Klinik fanden die Ärzte keine Anzeichen für innere Verletzungen oder Brüche. Mittlerweile ist er wieder daheim. Der Vater allerdings macht sich die größten Vorwürfe. Er wurde bereits vom Kriseninterventionsteam psychologisch betreut.

D. Plange

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