Das Klinikum in Harlaching.

Sanierungskosten laufen aus dem Ruder

Klinikum Harlaching: Neubau verzögert sich

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Die Sanierungskosten für die städtischen Kliniken Harlaching und Bogenhausen laufen aus dem Ruder. Der Stadtrat will nun das Konzept korrigieren.

München - Es soll wirtschaftlicher werden. Dadurch verschiebt sich die Eröffnung des Neubaus in Harlaching um zwei Jahre auf Februar 2024, in Bogenhausen um ein halbes Jahr auf Dezember 2022.

Bereits Ende 2016 hatte sich abgezeichnet, dass die Kosten für das Harlachinger Haus 100 Millionen Euro über der Obergrenze von 255 Millionen Euro lagen. Die Maßnahme galt daher als unwirtschaftlich. Heute wird der Finanzausschuss den Bau neu ausschreiben. Statt hoher architektonischer Standards steht nun die Wirtschaftlichkeit im Vordergrund.

Auch in Bogenhausen wurde die Notbremse gezogen. Maximal genehmigt sind dort 395 Millionen Euro. Ende 2016 war plötzlich von mehr als einer halben Milliarde Euro die Rede. Die Standards wurden daraufhin nach unten geschraubt, die Nutzfläche reduziert. Keine Probleme gibt es laut Stadtratsvorlage bei der Realisierung des Neubaus des Krankenhauses Schwabing für knapp 140 Millionen Euro. Baubeginn soll noch im Mai sein, die Fertigstellung des Hauses im Jahr 2020.

CSU-Klinik- und -Finanzexperte Hans Theiss erwartet nun von der Klinik-Geschäftsführung, dass der neue Zeitplan für Harlaching und Bogenhausen eingehalten wird. „Es schmerzt uns sehr, dass es in Harlaching länger dauert. Ich erwarte, dass so etwas nicht noch einmal vorkommt“, erklärt Theiss. Die Große Koalition aus CSU und SPD ist sich darin einig, dass das Klinikum den vom Stadtrat beschlossenen Kostendeckel einhalten muss.

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